Die Veranda der Wachhütte und der Steg am Wörther Weiher sind bei Ausflüglern beliebte Sitzplätze. Vermehrt müssen zur Zeit die Wasserwachtler rund um die Hütte aber Müll aufsammeln. Glasflaschen und Pizzaschachteln zum Beispiel sind häufig dabei – nicht alle landen in den Mülleimern, die dann schnell überquellen, sondern viele werden achtlos in der Natur entsorgt.
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Die Veranda der Wachhütte und der Steg am Wörther Weiher sind bei Ausflüglern beliebte Sitzplätze. Vermehrt müssen zur Zeit die Wasserwachtler rund um die Hütte aber Müll aufsammeln. Glasflaschen und Pizzaschachteln zum Beispiel sind häufig dabei – nicht alle landen in den Mülleimern, die dann schnell überquellen, sondern viele werden achtlos in der Natur entsorgt.

Wörther Weiher: Scherben und Abfälle rund um Wachhütte

Wasserwacht appelliert an Ausflügler: Bitte nehmt euren Müll wieder mit!

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Müll und Glasscherben rund um die Wachhütte am Wörther Weiher: Die Wasserwacht appelliert an die Ausflügler, ihre Abfälle wieder mitzunehmen.

Wörth – Wenn die Temperaturen steigen, zieht es die Leute wieder ins Freie – in Zeiten wie diesen umso mehr. Der Wörther Weiher ist dabei ein gern gewähltes Ausflugsziel. Vor allem die Veranda rund um die Wachhütte der Wasserwacht und der Steg daneben sind besonders beliebt. Dagegen hat auch die örtliche Wasserwacht nichts, im Gegenteil: „Die Veranda ist frei zugänglich und soll es auch bleiben“, sagt Florian Siegl.

Wenn die Ausflügler dort aber ihren Müll hinterlassen, hört für den Ortsgruppenleiter der Spaß auf. „Wir haben am Weiher seit ein paar Wochen wieder mal das Problem, dass rund um die Wasserwacht-Hütte vermehrt Treffen und Partys veranstaltet werden“, erklärt Siegl. Unabhängig davon, ob dies nun mit den geltenden Corona-Regeln konform gehe oder nicht – „wir haben erst mal gar nichts dagegen, dass die Veranda genutzt wird“. Jedoch habe es in der jüngsten Vergangenheit vermehrt Probleme mit Vandalismus gegeben.

Glasscherben auf der Hütte, auf der Wiese, im Wasser

Die Veranda sei beschädigt worden – es wurde mit Messern ins Holz geschnitzt oder die Bretter mit Feuerzeugen angekokelt. Überall würden Flaschen, Zigarettenkippen, Pizzaschachteln und anderer Müll liegen gelassen. „Und es werden Glasflaschen auch zerschmissen, es liegen Scherben rum, auf der Hütte, am Bootsslip, auf der Liegewiese. Wir haben auch kaputte Flaschen im Wasser gefunden“, berichtet Siegl, „und wir Ehrenamtlichen müssen hier hinterherräumen“.

Grundsätzlich kümmere sich die Gemeinde beziehungsweise der Bauhof um das Weiher-Gelände. „Aber wenn wir drüben sind, schauen wir natürlich auch, dass wir den Müll wegräumen“, erklärt Siegl. Zwar gibt es derzeit noch keinen Wachdienst, aber die Ehrenamtlichen seien trotzdem regelmäßig an der Hütte, um nach dem Rechten zu schauen – das ganze Jahr über.

Die Badesaison beginnt offiziell im Mai. In ein paar Wochen also würden dann die Badegäste, darunter viele kleine Kinder, in den Glasscherben im Uferbereich herumlaufen. Aber auch jetzt in den Osterferien, wo das Wetter teilweise schon frühsommerlich schön ist, tummeln sich rund um den Weiher zahlreiche Radler, Spaziergänger – und die ersten Schwimmer.

Die offene Veranda ist bei der Wasserwacht Wörth Tradition

Spaßverderber will Siegl im Namen seiner Wasserwacht-Truppe auf keinen Fall sein: „Noch mal: Wir haben absolut nichts dagegen, dass man auf der Veranda gemütlich ein paar Stunden verbringt“, betont er. Die offene Veranda sei Tradition bei der Wörther Wasserwacht. Zugleich habe er Verständnis dafür, dass die Menschen nach dem Winter wieder raus wollen, und auch die Corona-Einschränkungen würden diesen Wunsch noch verstärken.

„Aber so geht’s nicht weiter“, stellt Siegl klar. „Glasscherben im Wasser, auf der Liegewiese und rund um die Wachhütte – da hört der Spaß einfach auf.“ Jahr für Jahr müsse man gerade zu Beginn der Wachsaison zahlreiche Schnittwunden vor allem an Kinderfüßen versorgen. „Und das ist wirklich nicht lustig.“

Der Ortsgruppenleiter appelliert an die Weiher-Besucher, ihren Müll entweder in den Abfalleimern auf dem Gelände zu entsorgen oder ihn wieder mit nach Hause zu nehmen – und vor allem keine Glasflaschen liegen zu lassen.

vam

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