Das Lüftungskonzept an der Wörther Schule soll mit der Anschaffung von CO2-Ampeln unterstützt werden.
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Fenster auf, Frischluft rein: Das Lüftungskonzept an der Wörther Schule soll mit der Anschaffung von CO2-Ampeln unterstützt werden, wie der Schulausschuss entschied.

Gemeinde Wörth setzt vorerst nicht auf Luftreinigungsgeräte – Digitalisierung schreitet voran

CO2-Ampeln für die Klassenzimmer

An der Wörther Schule sollen vorerst keine mobilen Luftreinigungsgeräte zum Einsatz kommen. Man setzt lieber auf Lüften - und CO2-Ampeln.

Wörth – Lüften ist das Gebot der Stunde: In der Schulausschuss-Sitzung von Wörth entschied das Gremium, vorerst keine mobilen Luftreinigungsgeräte einzusetzen, sondern die Klassenzimmer regelmäßig zu lüften. Denn in allen Unterrichtsräumen können die Fenster geöffnet werden.

Zur Unterstützung sollen sogenannte mobile CO2-Ampeln angeschafft werden, die anzeigen, wann es Zeit ist zu lüften. Diese Anschaffung hielt man im Ausschuss für sehr sinnvoll. Die Schulleitung will noch klären, wie viele CO2-Ampeln benötigt würden. „Da werden wir in jedem Fall investieren“, kündigte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) an und wies darauf hin, dass der Erwerb auch gefördert werde. Ein Gerät koste 200 bis 300 Euro. Die Gesamtausgaben für alle Klassenzimmer werde zwischen 5000 und 7500 Euro liegen. Die staatliche Förderung betrage 1600 Euro.

Dem Lüften kommt gerade in den Herbst- und Wintermonaten große Bedeutung zu. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sei es wichtig, um Infektionen vorzubeugen. Luftreinigungsgeräte hingegen seien teuer und relativ laut. Es gebe über die Wirksamkeit noch keine gesicherten Erkenntnisse. „Wir wollen die weitere Entwicklung beobachten“, so Gneißl.

Umfassend tätig geworden ist die Gemeinde indes, um mit einer detaillierten Raumluftuntersuchung der Geruchsbelästigung im Wörther Schulgebäude auf den Grund zu gehen, die schon seit Jahrzehnten immer wieder Thema ist (wir berichteten). Es sei alles untersucht worden, was zu untersuchen sei, so Gneißl. Die gute Nachricht: Gesundheitsgefährdungen habe man nicht festgestellt. Das schaffe ein „gewisses Maß an Sicherheit“. Die gezielte Lüftung sei ein wesentlicher Baustein, um eine gewisse Verbesserung zu erreichen.

Ein großer Posten in der Haushaltsberatung ist die Instandsetzung der Schulräume, in denen früher die Gemeindebücherei untergebracht war, um sie für die Offene Ganztagsschule (OGTS) der Grund- und Mittelschule nutzbar zu machen. Hier werde man etwa 40 000 Euro investieren. Die Schüler sollen sich dort wohlfühlen.

Bei der Digitalisierung sei man „vernünftig mit dabei“, meinte der Bürgermeister. Man habe aktuell rund 47 600 Euro investiert, um fünf Beamer für Grund- und Mittelschule und zwei Klassenzimmer-PCs für den Grundschulbereich anschaffen. Zwei Informationsräume wurden mit Server und 36 Schüler-PCs ausgestattet. Außerdem habe man für den Wlan-Anschluss der Schule gesorgt. Etwa 42 215 Euro dieser Kosten seien zuwendungsfähig. Grundsätzlich gelte es, die Fördermittel aus verschiedenen Programmen gut und fristgerecht einzusetzen. Die Gemeinde werde einen gewissen Eigenanteil finanzieren, sagte Gneißl.

Schulleiterin Andrea Rappold meinte zur digitalen Ausstattung: „Was wir an Hard- und Software haben, ist super. Das Problem sind immer noch die Leitungen.“ Dies sprach Gneißl ebenfalls an. Die Glasfasertechnik würde weitergehende Möglichkeiten eröffnen. Für digitale Leihgeräte stünden gut 15 000 Euro an Fördermitteln zu Verfügung. Die Beschaffung von 24 Leihgeräten (iPads) und einem Tabletkoffer sei bereits in Bearbeitung.

Vroni Vogel

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