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Die Kirche von St. Koloman erstrahlt in neuem Glanz.

Filial- und Wallfahrtskirche St. Koloman 

Wiedereröffnung mit Weihbischof

Die spätbarocke Filial- und Wallfahrtskirche St. Koloman erstrahlt nach ihrer Sanierung in neuem Glanz. Zum 300-jährigen Weihejubiläum und Patrozinium wird das Gotteshaus am Kirchweihsamstag, 14. Oktober, wiedereröffnet.

St. Koloman – Die kleine Kirche St. Koloman ist ein idyllisch gelegenes Gotteshaus. Auf der Anhöhe bei der gleichnamigen S-Bahn-Station thront der spätbarocke Bau an der Lupperger Straße.Kürzlich hatten Probleme mit der Feuchtigkeit zu Schimmelbefall im Inneren des Hauses geführt. Es erfolgte eine umfassende Sanierung. Innen wurde das Sockelmauerwerk ausgetrocknet und der Sockelputz mit einem speziellen Sanierputzsystem erneuert.

Kirchenbau als Sühne für einen Mord

Außerdem baute man eine Lüftungsanlage mit Feuchtesteuerung zur Entfeuchtung ein, „da vor der Sanierung eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit von 95 bis 98 Prozent geherrscht hat“, wie Kirchenpfleger Stephan Schletter berichtet. Nun habe man die für Kirchen optimale Luftfeuchtigkeit von rund 70 Prozent erreicht.

Wegen der jahrzehntelangen Feuchtigkeitsproblematik war der Innenbereich stark von Schimmel befallen.

Außerdem wurde die Straße tiefer gelegt und damit das Niederschlagswasser von der Kirche abgeleitet. Auch der Altar mit Kanzel wurde restauriert. „Das war dringend erforderlich“, so Schletter, da wegen der jahrzehntelangen hohen Belastung durch Feuchtigkeit Holz und Fassung stark gelitten hätten. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf rund 150 000 Euro. Einen 50-Prozent-Zuschuss gibt es von der Erzdiözese München-Freising, weitere Zuschüsse gewährte die Gemeinde Wörth. Der Rest wird von der Pfarrei Wörth und durch Spenden finanziert. In Eigenleistung der Pfarrei sind alle Bänke aus- und wieder eingebaut sowie weitere kleinere Arbeiten erledigt worden. Begleitender Architekt war Werner Irl aus Altenerding.

Unter anderem wurden Sockelmauerwerk ausgetrocknet und der Sockelputz mit einem speziellen Sanierputzsystem erneuert. Kirchenpfleger Stephan Schletter zeigt das Ergebnis dieser Maßnahmen.

„Die Kirche wird sehr gerne von Menschen aus Nah und Fern zur persönlichen Andacht genutzt, da sie sehr ruhig und etwas abgelegen liegt“, erzählt der Kirchenpfleger. Der Vorraum mit Lourdes-Grotte sei bei schönem Wetter nahezu täglich geöffnet und lade dazu ein, eine Opferkerze anzuzünden, „in Stille zur Ruhe zu kommen und zu beten“.

Die Errichtung der Kirche, die dem Heiligen Coloman geweiht wurde, erfolgte laut Chronik wegen einer schrecklichen Tat: Ein Bauer habe den Bau zur Sühne nach einem von ihm begangenen Mord gestiftet. „Er hatte aus Zorn einen Hirtenbuben zu Tode geprügelt, weil dieser ein paar Rüben aus seinem Acker gestohlen hatte, um seinen Hunger zu stillen.“

Festgottesdienst und Lichterprozession

Die Wiedereröffnung der sanierten Kirche wird am Samstag, 14. Oktober, um 17 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger gefeiert. Vor dem Kircheneingang wird ein Zelt aufgestellt, um genügend Sitzgelegenheiten zu schaffen. Nach dem Gottesdienst ziehen die Gläubigen betend und singend in einer Lichterprozession nach Hofsingelding. Dort sind alle zu einem Stehempfang eingeladen.

Die Parkmöglichkeiten bei der Filialkirche selbst sind sehr begrenzt. Deshalb werden alle Besucher, die gut zu Fuß sind, gebeten, die Autos am S-Bahn-Parkplatz stehen zu lassen und über die Treppe nach oben zu gehen.

Um weitere Spenden

bittet die Pfarrei wegen der Kirchensanierung: Katholische Kirchenstiftung St. Peter Verwendungszweck: Sanierung St. Koloman, VR-Bank Erding, DE78 7016 9605 0000 9504 75, oder Sparkasse Erding-Dorfen, DE02 7005 1995 0000 3110 84, oder Ligabank München DE72 7509 0300 0002 1416 55.

Vroni Vogel

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