Laichballen von Grasfröschen  auf einer Wiese
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Laichballen von Grasfröschen wurden auf einer gemeindlichen Grünfläche in Wörth gefunden.

Ramadama-Helfer entdecken in Wörth Verstoß gegen das Naturschutzgesetz

Froschlaich in der Wiese entsorgt

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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Bei der Suche nach Müll sind die freiwilligen Helfer beim Ramadama in der Gemeinde Wörth auf einen Naturfrevel gestoßen. Auf einer Wiese wurden mehrere Laichballen von Grasfröschen gefunden.

Wörth – Beim Ramadama in der Gemeinde Wörth haben die freiwilligen Helfer einen Naturfrevel entdeckt. Monika Wenger und Max Schmid von der Ortsgruppe Wörth des Bund Naturschutz (BN) berichten, dass man bei der Suche nach Müll auf einer gemeindlichen Grünfläche in unmittelbarer Nachbarschaft einiger Einfamilienhäuser der Siedlung Bergfeld in Wörth mehrere Laichballen von Grasfröschen gefunden habe.

„Diese waren großflächig auf dem Wiesenstück verteilt und stammten offensichtlich aus einem nahe gelegenen privaten Gartenteich. So etwas kann einen nur fassungslos machen“, sagen Wenger und Schmid. Sie vermuten: „Da hat wohl jemand den einfachsten Entsorgungsweg gesucht – ohne nachzudenken.“ Denn laut Bundesnaturschutzgesetz Paragraf 39 Absatz 1 sei es untersagt, „wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten“. Dies könne sogar mit einem empfindlichen Bußgeld bestraft werden.

Es stelle sich außerdem die Frage, wozu man einen Gartenteich anlege, wenn die zuwandernden Amphibien dann unerwünscht seien. Auch eine scheinbare „Allerweltsart“ wie der Grasfrosch sei inzwischen auf der Vorwarnstufe der Roten Liste Bayern. „Wenn das so weitergeht, ist auch der Grasfrosch bald vom Aussterben bedroht“, befürchten die Naturschützer und erklären weiter: „Auch die Erdkröten, die wir bei ihrer Wanderung zu den Laichgewässern unterstützen, werden von Jahr zu Jahr immer weniger.“  

vam

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