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Überflutete Straßen - wie hier im Juni 2013 zwischen St. Koloman und Wörth - sind bei Starkregenereignissen immer öfter zu sehen. Die Gemeinde Wörth erstellt nun ein Konzept für den Hochwasserschutz.

Gemeinde lässt Konzept erstellen

Hochwasserschutz: Wörth wird selbst aktiv

Für einen optimalen Hochwasserschutz – auch mit Blick auf die geplanten Maßnahmen der Stadt Erding – lässt die Gemeinde Wörth ein Konzept erstellen.

Wörth – Wörth lässt ein integrales Hochwasserschutz- und Rückhaltekonzept für das Gemeindegebiet erarbeiten. Man will damit das Thema Hochwasserschutz für die Große Kreisstadt Erding unter die Lupe nehmen, das die Kommune derzeit stark beschäftigt, aber auch grundsätzlich Vorsorge treffen, um für Starkregenereignisse gewappnet zu sein.

In der Gemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG), dass er zusammen mit seiner Stellvertreterin Ulla Dieckmann (SPD) und Wasserfachmann Gerhard Frühe ein „sehr konstruktives Gespräch“ mit dem Wasserwirtschaftsamt geführt habe.

In einem ersten Schritt sollen nun Ideen gesammelt werden, um einen Maßnahmenkatalog zu entwickeln. Man könne hierbei auch schon auf einen gewissen Fundus zurückgreifen. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren bereits beantragt, Bestandspläne zu erstellen. Dabei seien Vermessungsleistungen und in Teilbereichen auch schon hydraulische Berechnungen durchgeführt worden, die für das integrale Hochwasserschutzkonzept verwendet werden könnten.

Das Konzept und die Umsetzung fördert der Freistaat Bayern mit 75 Prozent. Es soll das gesamte Einzugsgebiet oberhalb von Hochwassergefährdungen an Gewässern dritter Ordnung betrachten.

Es sind mit dem natürlichen und technischen Rückhalt sowie Vorsorgemaßnahmen drei Handlungsfelder zu untersuchen. Mit dem Konzept soll auch aufgezeigt werden, wie man beispielsweise durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen die Siedlungsgebiete vor dem hundertjährlichen Hochwasser schützen kann.

Gleichzeitig sollen eine Verbesserung der Gewässergüte und -ökologie, die Verringerung der Bodenerosion sowie die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts erreicht werden. Für all das müsse man zunächst die erforderlichen Datengrundlagen beschaffen sowie die Bemessungsabflüsse und Überschwemmungsgebiete ermitteln. Als Ergebnis erhält die Kommune dann ein hydrogeologisches Oberflächenmodell. In die Gesamtbetrachtung ist zudem die Leistungsfähigkeit des kommunalen Regenwasserkanalnetzes einzubeziehen.

Sepp Brummer (ÜPWG) war zwar „absolut für das Konzept“, befürchtete aber, dass sich die Umsetzungsmaßnahmen stark verzögern könnten. Die Förderung sei zugesagt, meinte Anton Erl (CSU) und bekräftigte: „Wir wollen das Konzept.“ Der Beschluss fiel einstimmig. „Ein gutes Signal“, so Gneißl.

Vroni Vogel

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