Gemeinderat Wörth 

Angst vor Lkw-Verkehr

Diskussion im Wörther Gemeinderat: Anwohner befürchten LKW-Verkehr

Kapfing – Die Betroffenen der Wochenendsiedlung in Kapfing machten in der Bürgersprechstunde des Wörther Gemeinderats ihrem Ärger Luft. Auslöser: Die Firma Papier Karl will dort eine Tochterfirma gründen und eine große Halle bauen.

Die Gemeinde Walpertskirchen, auf deren Flur das Gebiet liegt, hatte für das Bauvorhaben bereits grundsätzlich Grünes Licht gegeben (wir berichteten). Jetzt gab Wörth seine Stellungnahme ab. Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) machte deutlich, dass seine Kommune der falsche Ansprechpartner sei. Einwände seien an Walpertskirchen zu richten.

In den Wortmeldungen stand das Projekt grundsätzlich in der Kritik. Auch die Entwässerungsproblematik wurde thematisiert. Große Sorge bereitet den Betroffenen die prognostizierte Verkehrszunahme. Von 20 Lastwagen und maximal 200 Sprintern pro Tag war die Rede. Der anwesende Firmeninhaber Robert Karl relativierte die Zahlen, die im Lärmschutzgutachten „rein rechnerisch“ als Maximalwerte genannt worden seien. Es handle sich um eine „völlig überzogene Darstellung“, die nichts mit der Realität zu tun habe.

Eine Bürgerin verwies auf das Erholungsgebiet der Wochenendsiedlung. Die Vorstellung, dass nach Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge über die Straßenbrücke an der Rottmanner Straße Lastwagen und Sprinter hin- und herfahren würden, sei „hässlich, sehr hässlich“.

Die prekäre Verkehrssituation war auch ein Schwerpunkt der Wörther Stellungnahme. Die Verkehrsproblematik, mit der Hörlkofen bereits zu kämpfen habe und die sich durch die Gewerbeerweiterung verschärfen könnte, soll mit den zuständigen Straßenbaulastträgern und der Nachbargemeinde Walpertskirchen besprochen werden.

Im Hinblick auf eine mögliche Bauland- oder Gewerbeentwicklung angrenzend an den nordwestlichen Ortsbereich von Hörlkofen könnte eine Erschließung über die Ziegeleistraße erforderlich werden. Grundstückseigentümer Karl soll deshalb vertraglich verpflichtet werden, entlang der Ziegeleistraße einen drei Meter breiten Streifen für einen Straßenausbau frei zu halten, fordert die Gemeinde Wörth. 

Rubriklistenbild: © dpa / Federico Gambarini

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