Gemeinderat Wörth 

Die Mittagsbetreuung bleibt

Die Gemeinde Wörth hält am Konzept der Mittagsbetreuung fest und richtet vorerst keine Offene Ganztagsschule ein. Mit dieser Entscheidung entspricht die Gemeinde dem Elternwillen.

Wörth/Hörlkofen – Vorerst wird es in Wörth keine Offene Ganztagsschule geben. Dafür bleibt’s bei der Mittagsbetreuung. Diese Entscheidung fällte der Gemeinderat. Dort wurde auch das Ergebnis der Umfrage zum Betreuungsbedarf der Grundschulkinder bekannt gegeben. „Die meisten haben sich für die Mittagsbetreuung ausgesprochen“, fasste Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) das Ergebnis zusammen. Seine Stellvertreterin Ulla Dieckmann (SPD) nannte als einen entscheidenden Grund für dieses Meinungsbild die zeitliche Flexibilität des Konzepts der Mittagsbetreuung.

Begeistert war man im Gemeinderat von der großen Umfragebeteiligung. 130 Eltern seien angeschrieben worden, 120 Rückmeldungen habe es gegeben. „Die Eltern kriegen ein nettes Dankschreiben dafür“, sagte Gemeindechef Gneißl.

In ihrer Funktion als Kinderhausreferentin berichtete Dieckmann über die Situation der Kinderbetreuungseinrichtungen in der Kommune fürs kommende Kiga-Jahr. Im März hätten Abstimmungsergebnisse zwischen den Betreuungseinrichtungen stattgefunden. Für den Kindergartenbereich gebe es eine Warteliste mit 22 Buben und Mädchen. Auch im Hort habe man ein „großes Kapazitätsproblem“: 40 freien Plätzen stünden 49 Anmeldungen entgegen.

Für die benötigten Plätze zeichne sich eine Lösung ab, da im katholischen Kinderhaus St. Peter in Wörth zu den zwei bestehenden Kindergartengruppen eine weitere Gruppe geschaffen werde. Die Gemeinde erklärte sich bereit, für den zusätzlichen Betreuungsraum die Ausstattung zu finanzieren. Bis die Gruppenraumerweiterung erfolgt sei, stehe während der Übergangsphase dort der Gymnastikraum zur Verfügung.

Kinderzahlen steigen rasant

Erst wenn die energetische Sanierung von St. Peter angegangen wird, sollen während der Bauzeit Container aufgestellt werden, um die Betreuung lückenlos zu regeln.

Anton Erl (CSU), ebenfalls Kinderhausreferent, kommentierte die aktuelle Situation zu den Kindergartenplätzen so: „Man sieht, wie uns die Realität überholt.“ Die Entwicklung mit steigenden Kinderzahlen verlaufe rasant, die zusätzliche Kindergartengruppe sei dringend erforderlich.

Erl sah in den jüngsten Baugebieten einen wesentlichen Grund für diesen Trend, der „so weitergehen wird“. Deshalb sollte man überlegen, ob man nicht auch die Hörlkofener Kindertagesstätte in den nächsten fünf Jahren erneut erweitern müsse.

Derzeit gibt es im Hörlkofener Kinderhaus drei Kindergartengruppen. „Die Schule freut sich“, meinte Dieckmann zu den steigenden Kinderzahlen, die künftig für mehr Schülerinnen und Schüler sorgen werden. Derzeit gebe es dort noch Raumkapazitäten, sodass es vorstellbar sei, den Schulkindergarten vom Hörlkofener Kinderhaus in die Wörther Ortererschule auszulagern. So könne man in Hörlkofen zusätzliche Räumlichkeiten für den Hort gewinnen und dadurch diesen Engpass beseitigen. „Es wird sich in den nächsten Wochen etwas entwickeln müssen“, sonst ist es zu spät“, sagte Dieckmann zum zeitlichen Ablauf. Genügend Plätze gebe es im Krippenbereich der gemeindlichen und kirchlichen Einrichtungen.

Der Zwergerlgarten als zusätzlicher Betreuungsbaustein, den die Nachbarschaftshilfe betreibt, habe nur eine kurze Warteliste.

Von Vroni Vogel

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