Belebte Dorfmitte: Zur Einweihung des Gemeindehauses am Wörther Platzl kamen viele Besucher.

Einweihung des Gemeindehauses

Der halbe Ort feiert seine neue Attraktion

Wörth - Ein Dorfzentrum mit wichtigen Versorgungseinrichtungen: Am Sonntag wurde das Gemeindehaus am Wörther Platzl eingeweiht.

Es beherbergt einen genossenschaftlichen Dorfladen und eine kommunale Begegnungsstätte im Erdgeschoss, eine Hausarztpraxis im Obergeschoss und die Gemeindebücherei unterm Dach. Auch der Dorfplatz ist neu gestaltet.

Von der Entscheidung des Gemeinderats, den Planungsauftrag zu vergeben, bis zur Einweihung vergingen gut dreieinhalb Jahre. In seiner Festrede verglich Gemeindechef Thomas Gneißl den Entstehungsprozess mit einem Staffellauf. Altbürgermeister Rudi Borgo habe mit Spatenstich und Grundsteinlegung „die halbe Wegstrecke zurücklegt“. Zur Hebweihfeier habe Gneißl den Stab übernommen und „das Projekt über die Ziellinie gebracht“.

Der Bürgermeister ging auf die Finanzierung ein. Das Gebäude habe rund 2,5 Millionen gekostet und sei über die Städtebauförderung mit 240 000 Euro bezuschusst worden. Die Kosten für den neu gestalteten Dorfplatz bezifferte Gneißl mit rund 670 000 Euro. Hier sei man über das Städtebauförderungsprogramm mit 415 000 Euro unterstützt worden.

„In der Ortsmitte von Wörth schlägt nun mit dem Haus am Platzl ein kräftiges Herz, und diesen Herzschlag gilt es in unser kommunales Miteinander aufzunehmen und für unser gesamtes Gemeindegebiet zu nutzen“, sagte der Bürgermeister.

Von einer „Riesenerrungenschaft“ sprach Landrat Martin Bayerstorfer und gratulierte „zu einer neuen Mitte, die sich hervorragend präsentiert“. Architektin Mechthild Siedenburg verwies auf den „Partizipationsprozess“. So sei die Planung in Abstimmung mit Nutzern und Bauherrn erfolgt. Dr. Gert Geiger, der seine Arztpraxis 1983 in Wörth eröffnete, lobte, mit dem Klinikum Erding sei „die Spitzenmedizin um die Ecke“. Die kirchliche Segnung nahm Landkreisdekan Reinhold Föckersperger vor, der schmunzelnd daran erinnerte, dass der Standort früher „das Schlittenbergerl“ der Wörther gewesen sei.

Zum „Tag der offenen Tür“gab’s ein Rahmenprogramm. In der Begegnungsstätte wurde eine Fotoshow zur Entstehung gezeigt. Überdies hatte Altbürgermeister Borgo als Ortschronist eine Ausstellung mit historischen Fotos zusammengestellt. Für die Musik sorgte die Hörlkofener Bläsergruppe. vev

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare