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24 neue Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts in Hörkofen: Diesen Plan verfolgt der Erdinger Investor Immobilienmacherei. Das Projekt wurde mit einem Modell in der Wörther Gemeinderatssitzung am Montagabend vorgestellt (Symbolbild).

Gemeinde Wörth will Mitspracherecht

Erdinger Investor plant Wohnbebauung beim Hörlkofener Bahnhof

24 neue Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts in Hörkofen: Diesen Plan verfolgt der Erdinger Investor Immobilienmacherei. Das Projekt wurde mit einem Modell in der Wörther Gemeinderatssitzung am Montagabend vorgestellt.

Hörlkofen – Bei dem Areall handelt es sich um ein rund 4000 Quadratmeter großes Grundstück direkt gegenüber dem Hörlkofener Bahnhof, das der Investor erworben hat. Die Gemeinde hatte sich ebenfalls für das zum Verkauf stehende Areal interessiert. Das dortige landwirtschaftliche Anwesen soll abgerissen und durch zwei neue Baukörper ersetzt werden. Das Haus direkt an der Bahnhofstraße soll stehen bleiben.

Zu entscheiden war, ob man dem Antrag auf Bebauungsplanänderung zustimmt – zentrale Voraussetzung, um diese Bebauung umzusetzen. Dieser Beschluss wurde vom Gremium jedoch vorerst vertagt, soll aber noch in diesem Jahr getroffen werden, wenn eine weitere Klärung erfolgt sei. Die anschauliche Präsentation und die Gebäudesituierung kamen im Gemeinderat gut an, der jetzt in Verhandlungen mit dem Investor treten möchte.

Die Gemeinde möchte ein gewisses Mitspracherecht erwirken

Grundsätzlich sei man nicht gegen eine Verdichtung, noch dazu in Nähe des Bahnhofs als gute Anbindung, meinte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG). Doch die Gemeinde will bei dem Projekt ein gewisses Mitspracherecht erwirken und hat sich juristisch bereits erkundigt. Vorstellbar sei, dass die Gemeinde über das Instrumentarium der sozialgerechten Bodennutzung (SoBoN) bei zwei bis drei Wohnungen bestimmen dürfe, wem der Zuschlag gegeben werde, ohne jedoch die Wohnungen selbst zu erwerben. Über ein vergünstigtes Modell ähnlich dem Einheimischenmodell könnte man dann die Wohnungen vergeben. „Das wäre legitim und machbar“, so Gneißl. Damit wäre man „auf dem richtigen Weg, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“, sagte Wolfgang Behn (SPD).

„Einmalige Gelegenheit“, den Geh- und Radweg weiterzuführen

Außerdem will sich die Gemeinde dafür einsetzen, dass der Geh- und Radweg an dieser Stelle weitergeführt werde. Es sei eine „einmalige Gelegenheit“, diesen Weg durchgängig zu gestalten, so Gemeinderat Rudi Riepl (SPD/Parteifreie). Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Vize-Bürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) lobte den Bauvorschlag als „wirklich gut gelöst“, hatte aber auch Einwände. Man müsse mit Blick auf die Anlieger die Grundwassersituation überprüfen. Wichtig sei auch, dass die vorgesehene Tiefgarage wirklich genutzt werde und die Autos nicht auf der Park&Ride-Anlage abgestellt würden. Renate Speer (CSU) hat es hinsichtlich des seniorengerechten Bauens gut gefallen, dass der Investor über Aufzüge nachdenke. Thomas Altmann (SPD/Parteifreie) wies darauf hin, dass der geplante Wendehammer für die Müllentsorgungsfahrzeuge ausreichend groß gebaut werden müsse. 

Vroni Vogel

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