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42 Reihen- und sieben Mehrfamilienhäuser: Neues Mega-Wohngebiet in Hörlkofen

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Ein großes Siedlungsgebiet mit einem vielgestaltigen Häuser-Mix, der möglichst allen Bedürfnissen gerecht werden soll, plant die Gemeinde Wörth plant mit Hörlkofen Nord VI.
Ein großes Siedlungsgebiet mit einem vielgestaltigen Häuser-Mix, der möglichst allen Bedürfnissen gerecht werden soll, plant die Gemeinde Wörth plant mit Hörlkofen Nord VI. Jetzt stand der Bebauungsplanentwurf zur Diskussion. © Entwurf: Planungsgruppe Strasser

Auf rund 40 000 Quadratmetern Fläche soll am nördlichen Ortsrand von Hörlkofen ein neues Wohngebiet entstehen. Am Ortsrand könnten unter anderem 42 Reihen- und sieben Mehrfamilienhäuser entstehen.

Hörlkofen – Der Bebauungsplanentwurf und mögliche Rahmenparameter waren zentrale Themen in der Gemeinderatssitzung, bei der auch ein Vertreter der beauftragten Planungsgruppe Strasser anwesend war.

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Eine detaillierte Festlegung zu den Häusern wurde noch nicht getroffen. Doch die Größenordnung mit Verdichtungstendenz ist in ihren Grundzügen bereits erarbeitet. In der Diskussion stehen 18 Doppelhaushälften, 42 Reihenhäuser, sieben Mehrfamilienhäuser und ein Wohn-Geschäftshaus. Falls sich der Gemeinderat außerdem für drei Einzelhäuser entscheiden sollte, würden sich die Doppelhaushälften auf 14 reduzieren.

Mit den Doppel- und Reihenhäusern würde man rund 60 Wohneinheiten erhalten, mit den Mehrfamilienhäusern noch mal so viel, gab Emanuel Michler (ÜPWG) zu bedenken und meinte, „ob das das Gebiet nicht zerreißt“. Petra Schletter (Grüne) pochte mit Blick auf die dichte Bebauung auf eine großzügige Grünordnung mit öffentlichen Aufenthaltsflächen. Freiflächen seien nötig, wo man sich treffen könne, und die Spielflächen könnten nicht unter der bestehenden Stromleitung ausgewiesen werden.

Fraktionskollegin Monika Wenger schlug vor, zwei Bauparzellen „zu opfern“, dafür ein Doppelhaus als Dreispänner auszubilden und auf die Einzelhäuser zu verzichten, um mehr Grünflächen zu erhalten. Wenger regte zudem an, die Häuser jeweils pro Riegelbebauung mit unterschiedlichen Bauelementen beispielsweise bei der Dächergestaltung aufzulockern.

Dem jungen Grünen-Rat Johannes Sachteleben war es sehr wichtig, Bänke als „Ankerpunkt“ aufzustellen, wo sich junge Leute treffen könnten, wenn sie etwas gemeinsam unternehmen wollten. Josef Stimmer (CSU) hielt dagegen, dass immer Bänke und öffentliche Plätze gefordert würden, und dann „sehe ich niemanden dort sitzen“.

Thomas Altmann (SPD/parteifrei) plädierte für einen „vernünftigen Mix“ und betonte: „Man sollte schon drei Einzelhäuser unterbringen.“ Auch Florian Siegl (ÜPWG) hielt es diesbezüglich für entscheidend, „für alle Bedürfnisse“ etwas anzubieten.

Anton Erl (CSU) unterstrich, dass die Wandhöhen zum Altbestand hin geringer gehalten werden müssten. Das soll berücksichtigt werden. Die Bebauung soll in Richtung Ahornstraße in der Höhe abgestuft werden, um sie an den Bestand anzugleichen. In Richtung Norden will man höhere Bebauung vorsehen. Renate Speer (CSU) erteilte einer eventuellen Viergeschossigkeit am Rande des Gebiets grundsätzlich eine Absage: „Damit habe ich ein Problem – wir sind eine Landgemeinde.“

Hinsichtlich des Zuzugs fragte sich Michaela Eckmayer (ÜPWG), ob die Kinderbetreuungsplätze ausreichten. Zur Parkplatzregelung mit je zwei Stellplätzen meinte Ulla Dieckmann (SPD), dass ein drittes Auto ja dann vielleicht über Carsharing laufen könne und hier ein Umdenken erfolge. Stefan Schimmer (ÜPWG) hinterfragte bei der Stellplatzthematik kritisch: „Wo parkt der Besuch?“.

In der Septembersitzung will man über die detaillierte Ausgestaltung erneut diskutieren. Grundsätzlich soll die Fläche mit einem Mix aus Einzelhäusern, Doppelhaushälften, Reihenhäusern und Geschosswohnungsbauten gestaltet werden. Verkehrlich erschlossen wird die neue Siedlung mit einem Kreisel an der Staatsstraße sowie einer Erschließungsstraße am nördlichen Rand des Baugebiets. Diese soll in Richtung des Feinmechanikbetriebs Gewo weitergeführt werden, um von der Staatsstraße 2331 aus auch das geplante zweite Parkhaus der an Hörlkofen Nord VI angrenzenden Firma anzubinden.

Entlang der bestehenden Siedlung ist ein breiter Grünstreifen vorgesehen, ausgestattet mit einem Mulden- und Grabensystem zur Entwässerung. Die Mehrfamilienhäuser sollen Tiefgaragen bekommen, um ausreichend Parkplätze zu erhalten. Es soll aber auch möglich sein, entlang der Siedlungsstraßen zu parken und Garagen in die Gebäudegestaltung zu integrieren. Die Erschließung des Baugebiets möchte man über ein lockeres Wegesystem ermöglichen. Die Gemeinde und der private Grundstückseigentümer sollen jeweils ungefähr die Hälfte erhalten.

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