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Einen guten Draht zu den Jugendlichen haben Brücke-Geschäftsführerin Barbara Huber (l.) und Sozialpädagogin Anja Lauer. Im Gemeinderat stellten sie den Jahresbericht zum Hörlkofener Jugendtreff vor.

Jahresbericht der Brücke Erding

Viel los im chilligen Hörlkofener Jugendtreff

Die Brücke Erding hat im Wörther Gemeinderat ihren Jahresbericht zum Jugendtreff Hörlkofen abgegeben. Für Bürgermeister Thomas Gneißl passt diese Arbeit „perfekt in die gemeindliche Strategie“.

Hörlkofen – Spaß, Spiel, Musik und viele Gespräche: Seit 15 Jahren gibt es den gemeindlichen Jugendtreff in Hörlkofen, den Sozialpädagogin Anja Lauer vom Verein Brücke Erding seit neun Jahren leitet. Im Wörther Gemeinderat erstattete sie gemeinsam mit Brücke-Geschäftsführerin Barbara Huber umfassend Bericht.

Der Treff habe gerade in der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit Jugendreferentin und Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) ein „sehr gutes Profil entwickelt“, erklärte Huber. Dies bestätigte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG): „Jugendarbeit aktiv zu betreiben, passt perfekt in die gemeindliche Strategie.“ Lauer habe einen „echt guten Draht zu den Jugendlichen“ und sei zugleich die nötige Respektsperson.

Der Treff sei „chillig“ eingerichtet, lobte Gneißl. Es gebe ein Medienzimmer, einen Billardtisch, einen Kicker, eine Dartscheibe und ein Wohnzimmer mit Terrasse. Ganz wichtig sei die gemütliche Küche als Ort der Begegnung. Dort würde man zusammen kochen, sich mit Tischspielen die Zeit vertreiben, und es fänden vertrauensvolle Gespräche im geschützten Rahmen statt. Auch die Musik spiele eine wichtige Rolle. Teils würden die Jugendlichen ihre eigene Musik hören, aber auch selbst Musik machen, da es im Treff ein Keyboard gebe, das gespendet worden sei, sowie ein Cajon und eine Gitarre. Übers Musikmachen finde lockere Kommunikation statt.

Der Jugendtreff wird von zwei Altersgruppen besucht: 12- bis 16-Jährige und junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren. Geöffnet hat der Treff dienstags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr.

Er organisiere auch Sonderaktionen, etwa Grillen oder Fußballschauen. Zudem hätten mit Dieckmanns Unterstützung bereits zwei Jugendversammlungen stattgefunden. Der Treff beteilige sich auch am kommunalen Ferienprogramm und sei bei der Einweihung der Hörlkofener Skateranlage einbezogen worden. Dank Dieckmanns Einsatz würden auch junge Geflüchtete vorbeischauen.

Lauer hat ein eigenes Büro im Jugendtreff und mit der 19-jährigen Aileen Höttig eine engagierte Assistentin, die gerade ihre Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Insgesamt biete die kommunale Einrichtung sehr gute Bedingungen für die Offene Jugendarbeit, so das Fazit. Huber verwies auf das Netzwerk der Jugendbetreuung, das bei Bedarf zur Verfügung stehe.

Ob es Probleme mit den Nachbarn gebe, wollte Wolfgang Behn (SPD) wissen. Das sei schon vorgekommen, erklärten die Fachfrauen. Man führe dann klärende Gespräche – nicht zuletzt mit dem Verweis, dass es in einem Jugendtreff auch mal etwas lauter zugehen könne. Auf Nachfrage von Renate Speer (CSU) erklärte Lauer, dass auch Jugendliche aus anderen Ortsteilen das Angebot nutzen würden, einige kämen sogar aus Walpertskirchen.

Sozialpädagogin Lauer berichtete auch von witzigen Begegnungen. So habe schon mal jemand mit seinem Pferd oder mit dem Traktor vorbeigeschaut. Aber auch eine Schwierigkeit sprach Lauer an: „Das mit dem Putzen und Aufräumen ist nicht ganz so einfach.“ Hier brauche es einen langen Atem, um Jugendliche zu motivieren. „Das ist wie zuhause“, sagte Lauer schmunzelnd. Doch bei einigen nötigen Reparaturen hätten die Älteren bereitwillig mitgeholfen – unterstützt von der Gemeinde.

Vroni Vogel

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