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Der Hofsingeldinger Dorfplatz soll einladender werden. Zu einer ersten Ideensammlung hatte di e Gemeinde die Ortsbewohner ins Rathaus eingeladen.

Ideen zur Neugestaltung des Hofsingeldinger Dorfplatzes 

Belebt, aber keine Partyzone

Der Dorfplatz in Hofsingelding soll eine belebte Ortsmitte für alle Generationen werden, aber nicht zum Party-Treff verkommen. Das ist das Ergebnis einer ersten Ideensammlung mit den Bürgern.

Hörlkofen/Hofsingelding– Wie könnte auf dem Dorfplatz in Hofsingelding eine Ortsmitte entstehen, die zum Verweilen einlädt? Über diese Frage diskutierten ein Dutzend Bürger mit Wörths Gemeindechef Thomas Gneißl und Andrea Klenner-Felbinger vom Bauamt. Die Teilnehmer waren der Einladung gefolgt, sich zu einer ersten Ideensammlung im Sitzungssaal des Hörlkofener Rathauses zu treffen.

In seiner Begrüßung wies Gneißl daraufhin, dass man für die 800 Menschen in Hofsingelding den wenig belebten Platz ansprechend gestalten wolle. Dieser Prozess solle mit „maximaler Transparenz“ und Bürgerbeteiligung erfolgen. Bei möglichen Maßnahmen werde man darauf achten, die Anwohner finanziell nicht zu belasten, sagte Gneißl mit Blick auf die Straßenausbaubeitragssatzung.

Ein Diskussionsteilnehmer meinte, dass der Platz momentan „unter Wert“ sei und mit baulichen wie landschaftsgestalterischen Maßnahmen ohne immensen Kostenaufwand verbessert werden könne. Derzeit gebe es nicht gerade viele Sitzgelegenheiten, und die Bänke seien „wenig einladend“.

Eine Anwohnerin, deren Schlafzimmerfenster direkt auf den Dorfplatz „in Maibaumrichtung“ gehe, gab zu bedenken, dass eine übermäßige Lärmbelastung nicht gewünscht sei, wenn der Platz besser angenommen werde. Sie habe jedoch kein Problem damit, wenn um 22 Uhr Ruhe einkehre und die Geräuschentwicklung „im Rahmen bleibt“. Ein weiterer Anlieger, dessen Schlafzimmer ebenfalls zum Platz hin ausgerichtet sei, begrüßte grundsätzlich eine Belebung. Er regte an, mit intelligenten Beleuchtungsanlagen notfalls für Ruhe zu sorgen. So gebe es Lichtsysteme, die ab einer bestimmten Lautstärke immer heller würden. Gneißl betonte, dass man den Dorfplatz einladender machen, aber keine „verstärkte Partylocation“ schaffen wolle.

Ein anderer Anlieger warnte vor der Überalterung des Ortes. Die Vorschläge zur Nutzung des Dorfplatzes zeigten die Tendenz auf, den Bereich für verschiedene Generationen als Treffpunkt zu gestalten, basierend auf gegenseitiger Rücksichtnahme. Es solle ein gemütlicher Platz entstehen, der einsichtig ist, aber auch lauschige Ecken besitzt.

Klenner-Felbinger wies darauf hin, dass es bei der Möblierung interessante Möglichkeiten gebe, „weg von der klassischen Sitznutzung“. Als wichtig wurde auch erachtet, dass die Ausstattung nicht fest verankert, sondern beweglich sein sollte, um dort weiterhin Feiern wie das Maibaumfest im Fünf-Jahres-Turnus, das jährliche Dorffest und den Glühweintreff abhalten zu können.

Einige Diskussionsteilnehmer betonten, dass der schöne Baumbestand erhalten werden solle. Gleichzeitig müsse darauf geachtet werden, dass ausreichend Raum für den Maibaum bleibe. Ein anderer Vorschlag war, eine abmontierbare Rundbank um den Maibaum zu installieren. Vorstellbar seien auch Gesellschaftsspiele wie ein aufgemaltes Schachbrett.

Eine weitere Idee war, eine kleine Bücherei zum Schmökern in einer ausrangierten Telefonzelle bereitzustellen. An anderen Orten gebe es solche Minibibliotheken bereits – und sie erfreuten sich großer Beliebtheit. Zur Diskussion stand auch die Bereitstellung von WLan. Das Pflaster soll zumindest gereinigt, wenn nicht sogar komplett anders gestaltet werden. Jetzt werden die Gesprächsergebnisse zusammengefasst und den Hofsingeldingern in einer Infoveranstaltung vorgestellt.

Vroni Vogel

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