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Blick auf den Wörther Weiher: Mit Instandhaltungsmaßnahmen und vorausschauenden Nachpflanzungen soll das Naherholungsgebiet attraktiv gehalten werden. 

Das Jahr 2017 in Wörth

Weiher, Wohnungen und Skateranlage

Wörth – Egal, ob neues Siedlungsgebiet, Baulandausweisungen, Skateranlage, Arbeiten am Wörther Platzl, Instandhaltungsmaßnahmen am Wörther Weiher oder flächendeckende Breitbanderschließung: Auch heuer tut sich was in der Gemeinde Wörth.

Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl hat nicht nur „angenehme Themen“ vor der Brust. Sorge bereiten ihm Entwicklungen, die nicht in kommunaler Hand liegen, aber große Auswirkungen auf die Gemeinde haben, wie zum Beispiel der geplante zweigleisige Bahnausbau der Strecke München-Mühldorf.

Als „greifbares und sichtbares Signal für die weitere Entwicklung“ in der Gemeinde sieht Gneißl das neue Baugebiet Wörth Süd II an der Breitöttinger Straße in Nähe der Schule. Hier entstehen 32 Parzellen, wobei 21 in kommunalem und elf in kirchlichem Besitz sind. Ein Grundstück sieht die Gemeinde für Geschosswohnungsbau vor. Hier will man demnächst bei der Regierung wegen Fördermöglichkeiten vorstellig werden. „Wir sind in verschiedenen Gesprächen“, sagte Gneißl zu weiteren Grundstücksverhandlungen. Mit Augenmaß will er die Siedlungsentwicklung vorantreiben. Da Wörth im Landkreis die einzige Gemeinde mit rückläufiger Bevölkerungsentwicklung sei, wolle man diesen Trend langfristig umdrehen.

Ein Wunsch in der Jugendkonferenz 2015 war eine Skateranlage. Die wird bald auf dem Gelände des Hörlkofener Sportvereins gebaut – „ein guter Standort“, so Gneißl.

Die Toilettenanlage am Wörther Weiher soll mit einem Massivbau erneuert und etwas erweitert, der Kiosk saniert werden. Das Gremium hat damit Planer Reinhard Lindner in der jüngsten Gemeinderatssitzung beauftragt. Für die gesamte Maßnahmen sind 155 000 Euro eingeplant. Außerdem will die Gemeinde auf dem Weiher-Gelände laut Gneißl für eine vorausschauende Nachpflanzung sorgen, um einige alte Bäume zu entfernen.

Breitband für weitere 340 Haushalte

Diese seien nicht mehr standsicher. In einem zweiten Schritt soll nun der flächendeckende Breitbandausbau vollendet werden.

Die Gemeinde will sich für ein Bundesförderprogramm bewerben, das für die verbliebenen weißen Flecken eine 80-prozentige Kostenübernahme in Aussicht stellt. Der grundsätzliche Plan: „Alle Unversorgten versorgen und die Schlechtversorgten optimieren.“ Für Teufstetten, Berg, Niederwörth, Breitötting und Sonnendorf ist der Anschluss bereits erfolgt. Mit Fortführung der Breitbandinitative sollen weitere 340 Haushalte in den Genuss des schnellen Internets kommen.

Mit Freude blickt Gneißl auf das Holzhauersymposium, durch das die Gemeinde eine Skulptur bekommen werde. Man wolle dieses Projekt in enger Abstimmung mit dem Künstler begleiten.

Mit kritischem Blick wolle sich Wörth überregionalen Herausforderungen stellen. Dazu gehörten der zweigleisige Bahnausbau mit kommunaler Kostenbeteiligung über das Eisenbahnkreuzungsgesetz sowie die netzergänzende Maßnahme im S-Bahn-Bereich mit einer örtlichen Verlegung und Verlängerung des Bahnsteigs in St. Koloman. Im Zuge des S-Bahn-Projekts will die Gemeinde die zukunftsfähige Gestaltung der bestehenden Park&Ride-Anlage wiederaufnehmen. Kritisch und konstruktiv wird die Gemeinde laut Gneißl die Planung zum Hochwasserschutz der Großen Kreisstadt Erding begleiten.

Vroni Vogel

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