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Symbolträchtiges Hinweisschild zum befürchteten Hochwasserschutzdamm in Niederwörth: Beim Ortstermin formulieren Mitglieder der Interessengemeinschaft ihre Sorgen (Bild l., v. l.): Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl, Fritz Gruber, Heinz Lomen, Margaritha Berger, Gerhard Schauer und Reinhard Sommerer vom Bund Naturschutz

Jahresrückblick: Gemeinde Wörth

Die Sorge vor dem Wasser – und vor dem Schutz davor

Beim Hochwasserschutz für die große Kreisstadt Erding schlagen 2017 die Wogen in der Gemeinde Wörth hoch. Vor allem der geplante Damm erhitzt die Gemüter.

Wörth – Beim Hochwasserschutz für die große Kreisstadt Erding schlagen die Wogen in der Gemeinde Wörth hoch. Der Plan, bei Niederwörth einen vier Meter hohen, 18 Meter breiten und knapp eineinhalb Kilometer langen Damm zu erstellen, sorgt für Ängste und mobilisiert die Bürgerschaft. Es gründet sich die  „Interessengemeinschaft Wörth gegen nachteilige Auswirkungen durch Hochwasserschutzmaßnahmen im Bereich Sempt und Schwillach“.

Die zentrale Forderung der knapp 80-köpfigen IG: keine Schadensverschiebung von Erding nach Wörth. Auch die Gemeinde Wörth wird Mitglied. Ob Damm bei Niederwörth oder linearer Schutz mit Wänden in Langengeisling, Altenerding und Schutzdeich in Bergham/Aufhausen – die behördliche Entscheidung ist noch nicht gefallen. Am 10. Januar will die IG Wörth in einer Ortsbegehung die Politik für die Problematik sensibilisieren.

Die Gemeinde kümmert sich um ihre Zuständigkeit für die Gewässer dritter Ordnung und bewirbt sich für ein brandneues Programm des Freistaats Bayern, in dem neben Hochwasserschutz und Regenrückhalt das Sturzflutmanagement berücksichtigt ist. Die Chancen, 2018 als Pilotgemeinde ausgewählt zu werden, stehen nicht schlecht. 

„Politisch ausgebremst“ sieht Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) seine Gemeinde, als es der Kreistag mit knapper Mehrheit gegen die Stimmen von ÖDP und Grüne ablehnt, ein Areal bei Hofsingelding aus dem Landschaftsschutzgebiet herauszunehmen, um eine weitere bauliche Entwicklung zu ermöglichen. Man will jetzt den geforderten Nachweis erbringen, dass damit keine Hochwassergefährdung der Großen Kreisstadt und nördlich gelegenen Gemeinden entstehe.

Wegen des Siedlungsdrucks und der zunehmenden Versiegelung setzt die Gemeinde auf alternative Wohnkonzepte. Ein erster Schritt: Geschosswohnungsbau im Baugebiet Wörth Süd II, für den die Weichen gestellt sind. 2018 will man das Projekt konkretisieren. 

Vroni Vogel

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