Kindergarten St. Peter Wörth 

Neubau würde 3,8 Millionen Euro kosten

Kompletter Neubau oder energetische Sanierung mit Teilabbruch? Diese Frage zum katholischen Kindergarten St. Peter Wörth beschäftigt Gemeinderat und Kirche.

Von Vroni Vogel

WörthSo oder so: Am katholischen Kindergarten St. Peter in Wörth steht ein großes Bauprojekt an. Kompletter Neubau oder energetische Sanierung des bestehenden Gebäudes mit Teilabbruch? Das ist die Grundsatzfrage, über die sich der Wörther Gemeinderat als Geldgeber Gedanken macht. Eine Entscheidung steht noch aus. Ein weiterer Entscheidungsträger ist das Ordinariat.

Die Einrichtung in kirchlicher Trägerschaft wurde 1975 erbaut, in den Jahren 1989 bis 1992 fanden Erweiterungen statt. In der Gemeinderatssitzung stellten die Fachleute des Architekturbüros Paringer ein Konzept mit verschiedenen Varianten vor.

Die Vorzugsvariante sieht eine Erweiterung nach Nord-Osten vor, wobei zwei Gruppenräume und ein Mehrzweckraum neu entstehen würden. Für diese Lösung müsste die Räumlichkeit der Krippengruppe (Erweiterungsbau von 1992), der Schuppen sowie die Gartenwand beim Pfarrheim samt Müllhäuschen abgerissen werden. Mit dieser Variante würde man einen kompakten Baukörper mit zwei Bauteilen nahezu in Neubauqualität erhalten sowie kurze Spielflure. Zudem gäbe es nur geringe statische Eingriffe in den Bestand. Die Kosten lägen bei etwa 3,51 Millionen.

Bei einem Neubau hätte man den „Vorteil einer idealen Raumnutzung ohne Bestandszwänge, einen einteiligen Baukörper und eine ideale energetische Ausrichtung“, so die Architekten. Der Nachteil: Der Neubau würde mit etwa 3,8 Millionen über 300 000 Euro mehr kosten.

Wolfgang Behn (SPD) und Bernhard Zimmermann (ÜPWG) sprachen sich in der Ratssitzung für einen Neubau aus, um den Kindergarten optimal für die Zukunft auszurichten.

In der Pfarrversammlung griff Kirchenpfleger Stephan Schletter das Thema ebenfalls auf. Er setzt sich stark für eine energetisch achtsame Nutzung kirchlicher Einrichtungen ein. Schletter verwies in diesem Zusammenhang auf ein Projekt der Erzdiözese München und Freising zum Umwelt- und Energiemanagement mit dem Namen „Wir übernehmen Schöpfungsverantwortung“, das noch bis Juli 2019 läuft.

„Wir jagen 9000 Liter Heizöl durch“, sagte der Kirchenpfleger zum Energiebedarf des Kindergartens St. Peter. Hier müsse man etwas verändern. Die energetische Neuausrichtung soll organisatorisch über den frisch gegründeten kirchlichen Kita-Verwaltungsverbund abgewickelt werden (wir berichteten). Diese Lösung begrüßten auch die Wörther Gemeinderäte in der Ratssitzung.

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