Der kommunale Geschosswohnungsbau in Wörth wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Thomas Gneißl (vorne, l.) bedankte sich bei allen Beteiligten.
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Der kommunale Geschosswohnungsbau in Wörth wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bürgermeister Thomas Gneißl (vorne, l.) bedankte sich bei allen Beteiligten.

Alle Einheiten sind längst vergeben

Kommunale Wohnungen in Wörth fertig: Die ersten Mieter ziehen bald ein

Wohnraum für Menschen, die einen Bezug zur Gemeinde Wörth haben, ist jetzt an der Breitöttinger Straße fertiggestellt worden. Die ersten Mieter ziehen bald ein.

Wörth – „Mit unserem Projekt schaffen wir Wohnraum für Menschen, die einen Bezug zu unserer Gemeinde haben. Entweder, weil sie aktuell hier leben oder früher Bürgerinnen und Bürger unserer Kommune waren“, sagte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) zum gemeindlichen Geschosswohnungsbau an der Breitöttinger Straße in Wörth. Das Gebäude wurde jetzt in einer Feierstunde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Die Wohnimmobilie stelle einen bleibenden Wert für die Gemeinde dar, betonte Gneißl: „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, keinen klassischen sozialen Wohnungsbau zu errichten und nicht ausschließlich den Preis im Vordergrund zu sehen.“ Vielmehr habe man auf eine „nachhaltige Ausführung und einen guten, zukunftsweisenden energetischen Standard“ geachtet.

Mietpreis zwischen 8,50 und 9,50 Euro

Der Bezug der ersten Wohnungen stehe unmittelbar bevor. Insgesamt wurden zehn Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts geschaffen, die alle bereits vergeben seien. Der günstige Mietpreis liege zwischen 8,50 und 9,50 Euro je Quadratmeter. Laut Gneißl belaufen sich die Investitionskosten für den Bau ohne Grundstück auf rund fünf Millionen Euro. Die Gemeinde erhalte über das staatliche Förderprogramm 30 Prozent Zuschuss inklusive Grundstückswert. Die Finanzierung erfolge neben dieser staatlichen Förderung über Eigenmittel und eine auf 20 Jahre laufende Fremdfinanzierung.

„Wir bewegen uns in einer Zeit, in der alternative Konzepte zur Wohnraumschaffung im Vergleich zum klassischen Einfamilienhaus-Baugebiet mehr und mehr in den Fokus rücken“, so Gneißl. Mit dem Geschosswohnungsbauprojekt sei „Wohnraum zu erschwinglichen Preisen“ geschaffen worden. Wörth gehöre zu den ersten Gemeinden im Landkreis, „die quasi Vollzug melden können“, meinte der Bürgermeister. Er bedankte sich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit, darunter das Architekturbüro, die Fachplaner, die Verwaltung und der Gemeinderat, der alle Beschlüsse einstimmig gefasst habe. Den Nachbarn dankte Gneißl für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauphase.

Ein dickes Lob von verschiedener Seite bekam Geschäftsstellenleiter Oliver Guderle für seine engagierte Arbeit als Bauherrenvertreter.

Das Gebäude in Holzbauweise sei auf allen Ebenen barrierefrei 

Gneißl ging auch auf den Ablauf von der Idee bis zur Fertigstellung ein. Über ein Auswahlverfahren, begleitet vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum, sei die Wettbewerbsentscheidung auf HOE Architects aus München gefallen. Im Februar 2018 sei der Planungsauftrag an das Büro vergeben worden. Genau ein Jahr später habe man die Baugenehmigung vom Landratsamt erhalten und im März 2019 den ersten Spatenstich gesetzt.

Das Gebäude in Holzbauweise sei auf allen Ebenen barrierefrei erschlossen. Es sei mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, einer PV-Anlage für den Gemeinschaftsstromverbrauch und einer E-Ladesäule ausgestattet. In der Tiefgarage gebe es 13 Stellplätze sowie acht Außenstellplätze und Fahrradabstellanlagen innen und außen.

„Es ist ein schöner Tag für mich“, freute sich Architekt Jürgen Hermann. „Was man an Ideen hatte, kann man jetzt anschauen.“ Hermann wünschte den neuen Mietern, dass sie sich „wohlfühlen“ und „dass sich die kleine Wohnanlage mit Leben füllt“.

Gneißl habe die Entscheidungsprozesse „mit Gelassenheit, Stringenz und Bravour durchgezogen“, lobte der Architekt und bedankte sich ebenfalls bei allen, die zum Gelingen des Projekts beigetragen hätten, darunter sein Mitarbeiterteam. Anschließend konnte die Wohnanlage besichtigt werden.

Vroni Vogel

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