Verkehrsampel in Berlin
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Der Verkehrsgutachten sorgt laut Bürgermeister Thomas Gneißl für „Rückenwind“, um eine Ampelanlage – „im Idealfall mit Fußgängerquerung“ – an der Einmündung Bahnhofstraße/Staatsstraße zu erhalten (Symbolbild)

Immer mehr Fahrzeuge: So will die Gemeinde Wörth den Verkehr durch Hörlkofen lenken

Kreisel, Ampeln und Querungshilfen

Bis 2035 soll der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt in Hörlkofen um 4000 Fahrzeuge pro Tag ansteigen. Die Gemeinde macht sich deshalb Gedanken, wie man diese Ströme lenken kann.

Hörlkofen – Bis 2035 soll der Verkehr auf der Ortsdurchfahrt in Hörlkofen von derzeit 12 000 Fahrzeugen pro Tag auf 16 000 ansteigen. Diese Prognose hat das von der Gemeinde in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten des Büros Obermeyer ergeben.

„Das Zahlenmaterial ist absolut seriös erhoben worden“, sagt Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Ergebnisse würden mit den von der Gemeinde zu einem früheren Zeitpunkt vorgenommenen Verkehrszählungen korrespondieren.

Das Gutachten verweise auf ein „Bündel von Themen, die wir mit dem Straßenbauamt zu besprechen haben“, so Gneißl. Auch mit dem Landkreis will man hinsichtlich der Zuständigkeiten in Dialog treten. Es gelte, die Verkehrsströme über einen Kreisverkehr an der Ortsdurchfahrt, Ampeln und Querungshilfen zu kanalisieren.

Hörlkofen: Gutachten sorgt für „Rückenwind“ für eine Ampelanlage

Für die Bahnhofstraße müsse eine vernünftige Anbindung geschaffen werden. Dort habe die A 94 einerseits für eine gewisse Entlastung gesorgt. Andererseits sei durch die Erweiterungspläne der Firmen Gewo und Papier Karl mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen. Um hier einer weiteren Verkehrsbelastung gegenzusteuern, sei im Zuge der Gewo-Erweiterung eine zweite Anbindung über die Staatsstraße geplant.

Das Gutachten sorge außerdem für „Rückenwind“, um eine Ampelanlage – „im Idealfall mit Fußgängerquerung“ – an der Einmündung Bahnhofstraße/Staatsstraße zu erhalten. Die Ampel sei „unumgänglich“. Der Kreuzungsbereich müsse verkehrstechnisch entzerrt werden, betont Gneißl.

Mit Blick auf die Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge sei ein Kreisverkehr am Ortseingang vorzusehen, um den Verkehr zu regeln. Ein weiterer Wunsch sei, den Radweg aus Richtung Fendsbach so weit wie möglich in den Ort hineinzuziehen und für Radler sowie Fußgänger innerorts eine Querungshilfe zu schaffen. Ein Fahrradschutzstreifen könne zusätzlich für Sicherheit sorgen.

Hörlkofen: Zwei Varianten für Umleitungen für den Durchgangsverkehr

Es stünden auch Umleitungsvarianten für den Durchfahrtsverkehr über eine Ost- oder eine Westvariante zur Diskussion. Hier stelle sich die Frage, „ob man so ein Thema angeht“, meint Gneißl mit Blick auf die dadurch entstehenden neuen Betroffenheiten. Zugleich gab er zu bedenken: „Es geht auch um die Generationen, die nach uns kommen.“ Sei eine Umgehung in naher Zukunft nicht möglich, werde man mit den Verkehrsströmen durch Hörlkofen leben müssen und diese so gut wie möglich zu lenken haben.

Das geplante Wohngebiet am Ortsausgang Richtung Erding gegenüber der Bäckerei Schauer soll auch fußläufig angebunden werden. Bei der Bäckerei im Einmündungsbereich der ED 4 sei die Einfahrtssituation besser zu regeln. Das Diskussionspaket basierend auf dem aktuellen Verkehrsgutachten werde die Gemeinde noch länger beschäftigen und war bereits Thema im Gemeinderat. Das Material soll auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. „Da werden wir einen Weg finden“, versprach Gneißl.

Vroni Vogel

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