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Storch im Schnee: Die Sonnendorfer Störche haben versucht, ihren Nachwuchs zu wärmen. Doch die letzte kalte Nacht im April haben die Vögelchen nicht überlegt.

Nachwuchs in Sonnendorf 

Storchenküken sind erfroren

Traurige Nachrichten vom Sonnendorfer Storchen-Paar: Der Nachwuchs hat die nasskalten Tage Ende April nicht überlebt. Die drei kleinen Vögelchen sind tot.

Sonnendorf– Das Sonnendorfer Storchenjahr hat heuer sehr früh begonnen: Bereits am 19. Februar bezog der erste Storch den Horst auf dem Kirchturm, nur vier Tage später gesellte sich der zweite dazu (wir berichteten). Nesterweiterung und Familienplanung verliefen zügig, und so konnte bereits Mitte März das Gelege bebrütet werden.

Die Sonnendorfer rechneten die üblichen 30 Tage Brutzeit hinzu und freuten sich auf ganz besondere Ostereier, wie Clarissa Höschel, Storch-Chronistin von Sonnendorf, berichtet. Und tatsächlich lagen am Osterwochenende Schalen ausgebrüteter Storcheneier auf der Wiese hinter dem Kircherl. „Ab diesem Zeitpunkt liefen Wetten und Spekulationen darüber, wie viele Junge es wohl in diesem Jahr geben würde“, erzählt Höschel. „Zwei mussten es in jedem Fall sein, vielleicht auch mehr?“

Die Altvögel bewiesen sich als vorbildliche Eltern: Sie wärmten und fütterten den Nachwuchs – auch dann noch, als der April mit ungewöhnlich nasskaltem Wetter zu Ende ging. Gerade in jenen Tagen bangten die Sonnendorfer besonders um das Leben der Brut. Zu Recht, wie sich jetzt herausgestellt hat. Die letzte kalte Nacht, die den vergangenen Freitag nochmals zu einem ungemütlichen Wintertag machte, haben die jungen Störche nicht überlebt. Es wurden drei verendete Jungstörche unterschiedlicher Größe – der größte etwa zehn Tage alt – im Schatten des Kircherls gefunden.

Doch zu der Trauer gesellt sich neue Hoffnung: „Beide Störche sind nach wie vor im Horst, und nicht nur das: Sie sind einander noch immer herzlich zugetan und betreiben erneut Familienplanung“, freut sich Höschel.

Es wäre zwar sehr ungewöhnlich, wenn es ein zweites Gelege geben würde. Ganz unmöglich sei dies jedoch nicht. red

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