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Klangvolle Königin der Instrumente: Kirchemusiker Wolfgang Kiechle gab ein Konzert auf der neuen Orgel von St. Peter in Wörth.

Die neue Königin aus Wörth

Muttertagskonzert auf einem „wunderbaren Meisterstück“

 Ein ausgezeichnetes Muttertagskonzert auf der neuen Heiß-Orgel von St. Peter in Wörth erlebten die vielen Zuhörer diesen Sonntagabend, das der Bildungskreis der Pfarrei organisiert hatte.

Wörth  Der Orgelsachverständige der Diözese, Kirchenmusikdirektor Wolfgang Kiechle, hatte mit Bedacht ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das viele unterschiedliche Klangfarben der Orgel vorstellte.

Zuvor gab der versierte Kirchenmusiker eine spannende Einführung zum neuen Instrument, unterstützt von der örtlichen Organistin Elisabeth Rauscher, die zu Kiechles Vortrag die Musikbeispiele beisteuerte. Der Fachmann lobte das hochwertige und langlebige Instrument, das die Handschrift von Orgelbauer Stefan Heiß trägt. „Heiß hat ein wunderbares Meisterstück vollbracht“, so Kiechle. Man erfuhr, dass die Wörther Orgel 21 Register mit 1420 Pfeifen hat und hörte, wie unterschiedlich die verschiedenen Klanggruppen klingen, darunter die majestätischen Prinzipale, naturhafte Flöten- und lyrische Streicherklänge – ein immenses Klangspektrum in einem einzigen Instrument. „Ich bin begeistert von der Königin“, schwärmte Kiechle und ließ seinen Worten voll tönende Taten folgen. Einer festlichen, facettenreichen Ouvertüre von Wolfgang Amadeus Mozart, folgten „Toccata und Choral“ über „Christ ist erstanden“ von Michael Kuntz, ein rhythmisch markantes Stück. Mit Johann Sebastian Bachs Werk nach einem Concerto grosso von Antonio Vivaldi zeigte Kiechle eindrucksvoll, wie die Orgel in der Lage ist, ein ganzes Orchester zu ersetzen. Mit „Capricio Cuccu“ von Johann Caspar Kerll, „La Poule“ von Jean-Philippe Rameau und „Imitatione del Rossignolo“ von Alessandro Poglietti verwandelte sich die Orgel in einen vielstimmigen Zaubervogel, der dem Kuckuck, der Henne und der Nachtigall eine kunstvolle Stimme verlieh.

Kompositionen von Nicholas Choveaux und Louis-Nicolas Clerambault waren ebenfalls zu hören. Eines der bekanntesten Stücke dürfte die Meditation „Ave Maria“ nach Bach in einer Bearbeitung von Charles Gounod sein, ein poetisches Werk, über das meist die helle Sopranstimme einer Sängerin schwebt. In der Instrumentalfassung sang diesmal die Orgel und schraubte sich in kühne Klanghöhen empor. Zum Schluss wurden die Zuhörer mit einem tänzerischen „Rausschmeißer“ zur Kirchentür geleitet: Es erklang die „Suonata in G-Dur“ von Padre Davide da Bergamo. Für alle Mütter wartete vor der Tür eine Überraschung: eine schöne Blume.  vev

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