Die Kindertagesstätte St. Peter Wörth wird einem Neubau weichen
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Die Kindertagesstätte St. Peter Wörth wird einem Neubau weichen. Der Abbruch des Altbestands ist für 2022 vorgesehen.

Großzügige Kostenschätzung für sechs Gruppen enthält auch Container

St. Peter Wörth: Neun Millionen Euro für neuen Kindergarten

Mit knapp unter neun Millionen Euro wird der sechsgruppige Kindergartenneubau von St. Peter Wörth kalkuliert. In dieser beachtlichen Summe ist ein größerer Puffer eingerechnet, da erst 2023 gebaut werden soll und man deshalb potenzielle Mehrkosten einplane.

Wörth – Außerdem wird berücksichtigt, dass man während des Neubaus den Betrieb des katholischen Kindergartens über Container zu organisieren habe, erläuterte Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) zur ersten Kostenschätzung. Um betriebsfähig zu bleiben, rechnet man allein für die Container schon mit rund einer Million Euro.

In der Gemeinderatssitzung hatte das Architekturbüro LMJD das Projekt vorgestellt. Die Entwurfsplanung wurde nach eingehender Diskussion genehmigt. Dabei waren die vergleichsweise hohen Kosten ein zentrales Thema, zumal im Gremium darauf verwiesen wurde, dass der sechsgruppige Neubau in der Nachbargemeinde Walpertskirchen „nur“ mit rund sechs Millionen Euro veranschlagt werde.

Wörth hatte in den Verhandlungen mit der Kirche statt einer vier- eine sechsgruppige Einrichtung durchgesetzt, um mit Blick auf die Nachfrage zukunftsfähig zu bauen. Andernfalls war bereits eine Warteliste für den Ersatzneubau befürchtet worden. Im Gegenzug hatte sich die Kommune bereit erklärt, die Mehrkosten für die zwei zusätzlichen Gruppen zu 100 Prozent zu übernehmen. Die anderen Baukosten inklusive Abriss werden zu zwei Dritteln von der Kommune und zu einem Drittel von der Kirche finanziert.

In Zeiten des hohen Flächenverbrauchs hatte die Gemeinde zudem dafür plädiert, flächenschonend in die Höhe zu bauen (wir berichteten). Bei der Gesamtfinanzierung setzt man auch auf in Aussicht gestellte Zuschüsse. Der Kommune sei es wichtig, hochwertig zu bauen und auf einen guten energetischen Standard zu achten. „Gleichzeitig wollen wir die Kosten so gering wie möglich halten“, erläuterte Gneißl.

Der zweigeschossige Neubau soll mit einer Holzfassade versehen werden, der Baumbestand weitgehend erhalten bleiben. Es gebe genügend Stellplätze, wobei auch eine gemeinsame Nutzung der Parkplätze für Kindergarten und Pfarrheim ins Auge gefasst wird, da die Hauptnutzungszeiten unterschiedlich seien.

„Mir gefällt’s sehr gut“, sagte Ulla Dieckmann (SPD) grundsätzlich und wollte Genaueres zur Zeitplanung wissen. Der Abbruch des Altbestands soll 2022 erfolgen, die Inbetriebnahme des neuen Kinderhauses sei für Anfang 2024 anvisiert. „Schade, dass es keinen Bewegungs- und Toberaum gibt“, bedauerte Petra Schletter (Grüne). Doch sei der Mehrzweckraum flexibel gestaltbar.

Den Hügel im Außenbereich will man soweit wie möglich erhalten. Auch ein Sandplatz mit Klettergerüst ist vorgesehen. Bauingenieur Stefan Schimmer (ÜPWG) übte Kritik an den Kosten: „Ich finde es zu hoch.“ Er forderte eine „detaillierte Kostenrechnung“. Diese soll dem Gremium im nächsten Schritt vorgelegt werden.

In den Abstimmungsprozess sei das Ordinariat über eine feststehende Terminplanung eingebunden. Nach einem diesbezüglichen Termin im Sommer gehe es an die Genehmigungsplanung, die dem Gemeinderat dann zur Entscheidung vorgelegt wird.

Vroni Vogel

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