Gemeinderat

Offene Ganztagesschule in Wörth vorerst vom Tisch

Wörth - Die Gemeinde Wörth führt keine Offene Ganztagesschule im Grundschulbereich ein. Sie setzt auf das bestehende Betreuungsangebot.

Bürgermeister Thomas Gneißl erläuterte den Sachverhalt in der Gemeinderatssitzung. Man habe auf Initiative der Kommune einen „Runden Tisch“ mit Vertretern der Schulleitung, des Elternbeirats, der Mittagsbetreuung, der Brücke Erding und des Kinderhorts einberufen. „Es bestand Einigkeit, weiterhin an dem bewährten Angebot in der Mittagsbetreuung und im Hort festzuhalten und bis auf Weiteres von der Einführung Offener Ganztagesklassen im Grundschulbereich abzusehen.“

Nichtsdestotrotz werde man die weitere Entwicklung des Ganztagesprogramms beobachten und gegebenenfalls die Einführung für einen späteren Zeitpunkt im Gemeinderat diskutieren. Seitens des Schulamts seien Befürchtungen zerstreut worden, dass Schüler aus der Gemeinde an andere Schulstandorte mit Offenem Ganztagesangebot zugewiesen werden könnten.

Ein Grund, weshalb die Gemeinde auf das Angebot verzichtet, sind Gneißl zufolge die Eltern: „In ihren Rückmeldungen wurden überwiegend der starre Rahmen und die mangelnde Flexibilität des Offenen Ganztagesprogramms kritisiert.“

Entgegen der Erwartungen sei das Thema Kostenfreiheit in den Augen der Erziehungsberechtigten nicht das ausschlaggebende Argument gewesen. „Vielmehr wurde das Angebot der Gemeinde mit Mittagsbetreuung und Hort als hervorragend und absolut bedarfsdeckend eingestuft.“ Auf Basis dieses Feedbacks habe der Gemeinderat beschlossen, der Pilotphase zur Einführung von Offenen Ganztagesklassen letztlich nicht beizutreten.

Und das, obwohl sich die Kommune für das Schuljahr 2015/16 bei der Regierung von Oberbayern auf das Pilotprojekt beworben und auch den Zuschlag erhalten hatte. Während beim Anmeldeprozess für die Kurzgruppe die erforderliche Mindestteilnehmerzahl erreicht wurde, wurde sie bei der Normalgruppe deutlich unterschritten.

vev

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