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Die drei Besten der Ortererschule Wörth(v. l.): Valentino Salvo aus Hörlkofen, Benedict Sedlmayr aus Kirchötting und Verena Ebert aus Walpertskirchen.

Ortererschule Wörth

Abschied beim lockeren Frühstück

Entspanntes Treffen statt Abschlussparty: An der Ortererschule Wörth wurden 23 Absolventen verabschiedet.

Wörth– „Egal, was ihr macht: Packt es mit Mut, Zuversicht und Neugierde an“: Dies wünschte Wörths Schulleiterin Andrea Rappold den 23 Jugendlichen der neunten Klasse, die am Freitagvormittag auf dem Schulhof in ihr neues Leben verabschiedet wurden.

Die jungen Leute hatten sich ein lockeres Frühstück gewünscht, um Abschied von der Ortererschule zu nehmen – ein ganz anderer Rahmen als üblich. Heuer war eben alles anders, Corona ließ Pläne der Abschlussklasse platzen: keine Fahrt zum Gardasee, keine rauschende Party mit Tanz und Musik.

Die Jugendlichen seien zuerst schon „geknickt“ gewesen, erzählte Klassenlehrer Leo Molleker. Doch dann wurde umgeplant. Der Tenor der Klasse: einfach einen schönen Vormittag miteinander verbringen – wie einen normalen Schultag. Das entspannte Treffen auf dem Pausenhof hatte seinen eigenen Charme, war eher still und doch sehr herzlich.

„Mit eurem Abschluss habt ihr viele Möglichkeiten“, betonte Schulleiterin Rappold und bescheinigte den Jugendlichen, in diesem ungewöhnlichen Jahr Ungewöhnliches gemeistert zu haben. „Erinnert euch daran“, diesen Rat gab sie den jungen Leuten mit auf den Weg.

Für Klassenlehrer Molleker war es die erste Abschlussklasse. Er betreute sie zwei Jahre lang und war voll des Lobes. „Ich hätte mir persönlich kleine bessere Klasse wünschen können“, versicherte er. Es sei „ein sehr angenehmes Arbeiten“ gewesen: „Die Chemie hat gepasst.“ Dem guten Miteinander hätten auch gewisse „Kämpfe“ keinen Abbruch getan. „Wo Reibung ist, entsteht auch Wärme.“

Der Klassenlehrer freute sich, dass alle Absolventen Zukunftsperspektiven haben, sei es ein Ausbildungsplatz, die Berufsschule oder eine andere schulische Weiterbildung. Besonders freute es Molleker, dass alle vier Jugendlichen, die eine Ehrenrunde gedreht und das Schuljahr wiederholt hatten, den Abschluss gut bewältigt haben: „Alle vier haben den Quali geschafft.“ Drei von ihnen werden im nächsten Schuljahr das 9+2-Modell an der Finsinger Schule besuchen.

Für 23 Jugendliche der Wörther Ortererschule beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt. Von ihnen verabschiedeten sich Klassenlehrer Leo Molleker (l.), Schulleiterin Andrea Rappold (hinten, r.) und Fachlehrerin Simone Kurz (sitzend, r.).

Molleker berichtete auch über die Vorbereitungszeit der Abschlussklasse während der Corona-Krise. Vier Wochen lang hätten sich die Jugendlichen zuhause vorbereitet – mit dem Material, das ihnen der Klassenlehrer an die Hand gab. Molleker sei für Fragen erreichbar gewesen, doch die Schüler hätten sehr selbstständig die Aufgaben gelöst. Dann sei eine intensive Vorbereitung in Kleingruppen an der Schule erfolgt, die der Klassenlehrer gemeinsam mit Kollegin Christina Lehmer übernommen habe. Dieses fokussierte Lernen im kleinen Kreis sei in der schwierigen Zeit ein Vorteil gewesen. Unterstützung bekamen die jungen Leute bei Bedarf auch vom Team der Schulsozialarbeit und der Schulgemeinschaft.

„Ich wünsche euch alles Gute“, sagte Molleker zu den Schülerinnen und Schülern und bekräftigte: „Ich bin überzeugt davon, dass jeder seinen Weg macht.“

Die 15-jährige Verena Ebert (2,0) aus Walpertskirchen, der 14-jährige Valentino Salvo (2,0) aus Hörlkofen und der 16-jährige Benedict Sedlmayr (2,1) aus Kirchötting haben die drei besten Abschlussergebnisse erzielt. Alle drei haben einen Ausbildungsplatz und freuen sich darauf. Verena beginnt eine Lehre als Einzelhandelskauffrau beim Fressnapf in Erding. „Ich mag Tiere sehr gern“, sagte sie, und: „Die Schulzeit war schön.“

Valentino Salvo möchte den Beruf des Zahntechnikers erlernen und hat hier einen Ausbildungsplatz in Erding bekommen. Auch er werde seine Freunde vermissen. Und Benedict Sedlmayr wird eine Ausbildungsstelle als Kfz-Mechatroniker im Autohaus in Markt Schwaben antreten. Doch zunächst freuen sie sich auf viel Freizeit, die sie wegen Corona allesamt zuhause verbringen wollen. 

Die Absolventen

Verena Ebert, Nathalie Frenzl, Ines González Garcia, Sophie Haase, Feride Ibraimi, Mira Kapp, Andrijana Nikolova, Rebecca Reiter, Jaqueline Strätling, Michelle Unverricht, Lisa Wimmer, Michael Arnold, Tobias Fischer, Julian Hergenröder, Marcel-Rene Joachimsthaler, Mohamad Kamand, Nils Kern, Michael Pfliegler, Moritz Reckardt, Jonas Röhling, Valentino Salvo, Daniel Schönberger und Benedict Sedlmayr.

Vroni Vogel

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