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Die drei besten Absolventen der Ortererschule Wörth (v. l.): Matea Celebic (1,4), Laura Kronseder (1,6) und Tobias Grübl (1,1). Alle drei jungen Leute werden jetzt zunächst den 9+2-Zug an der Schule Finsing besuchen.

Abschlussfeier der Ortererschule Wörth

Bürgermeister zu den Absolventen: „Träumt groß, habt Visionen, arbeitet hart“

Die Abschlussklasse der Ortererschule Wörth wurde verabschiedet. Schulleiterin Andrea Rappolds Appell: „Wir brauchen mehr denn je fleißige und wissbegierige Praktiker.“

Wörth/Walpertskirchen– „Euer Zeugnis ist eine Art Reiseticket, euer Fahrschein. Er eröffnet euch viele Möglichkeiten.“ Mit diesen Worten eröffnete die Schulleiterin der Wörther Ortererschule, Andrea Rappold, die Entlassfeier im Walpertskirchener Gasthaus Büchlmann. 20 Jugendliche, darunter zwei externe Absolventen, haben ihre Schullaufbahn in Wörth beendet.

„Ihr habt an der Ortererschule mehrere Jahre eures noch jungen Lebens verbracht. Deshalb will ich euch nicht nur eure Zeugnisse, sondern auch ein paar Gedanken mit auf den Weg geben“, so die Schulleiterin. „Ich würde unser Leben mit einer Reise vergleichen. Also packt das, wofür ihr euch entschieden habt, mit Mut und Neugierde an und setzt eure Reise auf diesem neuen Weg fort.“

Ortererschule Wörth: Perspektiven für alle

Ob Handwerkerlehre mit Gesellenprüfung, wichtige soziale Berufe oder die schulische Weiterbildung – es gebe viele Möglichkeiten und Zukunftsaussichten. Rappold: „Unsere Wirtschaft braucht junge Menschen mit einem guten Mittelschulabschluss. Wir brauchen mehr denn je fleißige und wissbegierige Praktiker – und zwar in allen Branchen, nicht zuletzt in den sozialen Berufen und im Handwerk.“ Die Schulleiterin wünschte den jungen Leuten „eine erfolgreiche Reise – wo immer sie auch hinführen mag“.

Auch Klassenlehrer Julian Meindl wünschte den Schülerinnen und Schülern viel Glück auf ihrem neuen Lebensweg und freute sich, dass es für alle Perspektiven gebe: „Es hat jeder einen Plan.“

Franz Hörmann: „Mit der Mittelschule kann man auch Bürgermeister werden“

Als Elternvertreter sprach Schülervater Josef Kern, für dessen Tochter Tabea jetzt ebenfalls eine Neuorientierung beginnt. „Ihr habt einen wichtigen Schulabschluss geschafft nach einem anstrengenden Schuljahr.“ Kern wünschte den Feiernden einen „Abend, an den ihr euch mit Stolz erinnern sollt“.

Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann sprach auch im Namen seiner Ottenhofener Amtskollegin Nicole Schley und des Wörther Gemeindechefs Thomas Gneißl, die an der Feier teilnahmen. Es sei wichtig, mit sich im Reinen zu sein, meinte Hörmann. Bei der weiteren Berufs- und Ausbildungsplanung sollten sich die Jugendlichen an dem orientieren, was ihnen Spaß mache und nicht rein wirtschaftliche Erwägungen in den Vordergrund stellen. „Die Schule sollte stets danach trachten, dass der junge Mensch sie als harmonische Persönlichkeit verlasse, nicht als Spezialist“, zitierte der Walpertskirchener Bürgermeister den Physiker Albert Einstein.

Über den Unterricht hätten die Jugendlichen breites Wissen und handwerkliche Fähigkeiten erworben. „Mit der Mittelschule kann man auch Bürgermeister werden“, so Hörmann weiter. Sein Ratschlag: „Träumt groß, habt Visionen, arbeitet hart und denkt selbstständig.“

Ortererschule Wörth: Die besten Absolventen

Ausgezeichnete Notendurchschnitte haben der 15-jährige Tobias Grübl (1,1) die 16-jährige Matea Celebic (1,4) und die 15-jährige Laura Kronseder (1,6) erreicht. Das Trio will zunächst den 9+2-Zug an der Schule Finsing absolvieren, um die Mittlere Reife zu erwerben.

Alle drei Jugendlichen haben auch schon weitere Pläne. „Voraussichtlich möchte ich Lehrer werden“, umriss Grübl seinen Berufswunsch. Apothekerin wäre für Celebic der Traumberuf. Und Kronseder fasst eine Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin ins Auge.

Für Matea geht’s jetzt erst mal nach Kroatien. Laura unternimmt eine Flugreise mit ihrem Vater und Tobias will sich in puncto Freizeit spontan entscheiden. 

Vroni Vogel

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