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Zeitgemäßer Unterricht: An der Ortererschule wurde ein Forscherlabor eingerichtet. Weitere Projekte sind in der Planung. Unser Foto zeigt eine Schülergruppe bei der Arbeit mit (hinten, v. l.) Schulleiterin Andrea Rappold, Lehrerin Miriam Hauschild und Bürgermeister Thomas Gneißl.

Ortererschule Wörth

Im Forscherlabor wird freiwillig gelernt

Wer als Schule zukunftsfähig bleiben will, muss neue Unterrichtskonzepte entwickeln. An der Ortererschule in Wörth gehört dazu ein Forscherlabor, in das die Schüler nachmittags freiwillig kommen.

Wörth – Entwicklungsprozesse im kleinen und großen Stil halten die Wörther Ortererschule lebendig. „Wir sind immer auf dem Weg“, sagt Schulleiterin Andrea Rappold. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Gneißl ging Rappold im Gespräch mit unserer Zeitung auf die weitere Entwicklung ein.

Mit neuen Angeboten reagiere man zeitnah auf Bedürfnisse und Erfordernisse, begreife Schule als Prozess, der Bestehendes mit Neuem verbindet. So wurde jetzt für die dritten bis fünften Klassen ein Forscherlabor eingerichtet, das Lehrerin Miriam Hauschild und Prof. Peter Härter betreuen, um Wissen praxisnah zu vermitteln.

Das zusätzliche Angebot gehört zum sogenannten MINT-Programm (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) und wird so gut angenommen, dass sich dafür zwei Gruppen mit je 17 Schülern gebildet haben. Die Kinder kommen nachmittags freiwillig zum didaktisch aufbereiteten Unterricht. Es sollen dazu noch Lehrerfortbildungen stattfinden, informierte die Schulleiterin.

Neue Unterrichtskonzepte gehören zum Prozess einer zukunftsfähigen Schulentwicklung, findet sie. Einige Elemente der flexiblen Wissensvermittlung mit offenen Klassenzimmern weg vom Frontalunterricht habe man bereits ins Unterrichtsgeschehen integriert, erläuterte Rappold. Die Gemeinde unterstützt die Schule als Sachaufwandsträger. Der Schulstandort soll attraktiv bleiben.

Kürzlich wurde eine Schallschutzdecke in der Mensa eingezogen, um den Geräuschpegel zu dämmen – eine kleinere Maßnahme. Ein weitaus größeres Projekt ist auf die Zukunft ausgerichtet: die energetische Sanierung der Schule und ihre gleichzeitige Ausrichtung auf das pädagogische Konzept von Lernlandschaften. Dafür ist eine bauliche Umgestaltung nötig, in der freie Unterrichtsformen konsequent weiterentwickelt werden können. Ein erster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie, die heuer erstellt werden soll. Laut Bürgermeister Gneißl hat die Gemeinde dafür die Weichen gestellt.

Die Schule mit einem Altbau von 1961/62 sowie Erweiterungstrakten aus den Jahren 1982/83 und 1992/93 ist energetisch sanierungsbedürftig. Die Notwendigkeit einer Sanierung will man an das zukunftsweisende Unterrichtskonzept koppeln. Ob es letztlich einen Um-, Aus- oder Neubau gibt – das sei noch völlig offen. Es gebe auch noch keinen konkreten Terminplan. „Das „Riesenprojekt ist über einen längeren Zeitraum zu sehen“, so Gneißl. Richtungsgebende Entscheidungshilfen soll die Machbarkeitsstudie liefern. Entscheidende Kriterien seien Kosten und Förderfähigkeit.

Der Bürgermeister erläuterte eine weitere Kernfrage: „Wie sieht’s mit dem Schulstandort aus?“ Man habe in einem Gespräch mit Schulamtsleiterin Marion Bauer ein „sehr beruhigendes Feedback bekommen“: Der Schulstandort sei nicht gefährdet, eine wesentliche Aussage, um die energetische Sanierung samt schulischer Umgestaltung anzupacken, zumal man mit weiteren Baulandausweisungen moderates Wachstum in der Gemeinde ermöglichen wolle.

Vroni Vogel

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