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Prof. Dr. Peter Härter hat sich bereit erklärt, den Aufbau der MINT-Schule an der Ortererschule Wörth ehrenamtlich mit seinem Fachwissen zu begleiten.

Ortererschule Wörth

Mehr Handwerk im Unterricht

Wörth – Die Ortererschule Wörth soll zur MINT-Schule werden. Ehrenamtlich mit seinem Fachwissen begleiten will den Aufbau der pensionierte Chemiker Prof. Dr. Peter Härter.

 An der Schule Wörth soll ein so genannter MINT-Schwerpunkt etabliert werden. In der Schulverbandssitzung stellte man dafür die finanziellen Weichen.

Unter der Abkürzung MINT sind die Unterrichtsfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammengefasst. Der pensionierte Chemiker Prof. Dr. Peter Härter, der an der Volkshochschule Erding die Tüftlerwerkstatt leitet und bereits mehrfach der dortigen Kinder-Uni als Dozent unterrichtet hat, war in der Sitzung anwesend und bot an, den Aufbau an der Ortererschule ehrenamtlich mit seinem Fachwissen zu begleiten und die Lehrkräfte dafür zu schulen. Weitere Unterstützung kommt vom Finsinger Mittelschullehrer Fabian Steffl, der als Schule-Wirtschaft-Experte den Brückenschlag zwischen Schule und Beruf fördert.

Wie Härter ausführte, soll die Ausbildung handwerklicher ausgerichtet werden. Da die Schule dafür schon gut ausgestattet sei, könne man die Voraussetzungen mit überschaubaren finanziellen Mitteln schaffen. Benötigt würden für ein MINT-Labor lediglich noch einige elektrische Geräte und Zubehör für physikalische Experimente.

Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) sah diese Ausrichtung mit Blick auf den Fachkräftemangel als zukunftsweisend an. Die Haushaltsmittel dafür sollen bereitgestellt werden. Schulleiterin Andrea Rappold begrüßte die Initiative. Das Lehrerkollegium sei „scharf darauf“, die Fortbildungen zu bekommen. „Wenn es genehmigt würde, würden wir im nächsten Jahr mit den fünften Klassen anfangen und peu à peu aufbauen“, kündigte Rappold an.

Walpertskirchens Bürgermeister Franz Hörmann (CSU) meinte: „Ich unterstütze das voll.“ Elternvertreterin Andrea Wurzer plädierte dafür, die Tüftlerwerkstatt über MINT zusätzlich für Grundschulkinder zu öffnen. Dieser Vorschlag wurde als pädagogisch sinnvoll erachtet, soll aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ins Auge gefasst werden. Zunächst will man das Thema im Mittelschulbereich angehen.

Wie Gneißl weiter informierte, soll im Zuge der energetischen Schulsanierung das neue pädagogische Konzept „Lernlandschaften“ einbezogen werden. Außerdem will man eine Machbarkeitsstudie zum Schulstandort als „Investment für die Zukunft“ in Auftrag geben. Auf Bitten von Wörths Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) wurde informierte Rappold über die schulischen Aktivitäten. Sie nannte Verkehrserziehungstage, Leseprojekttage in Zusammenarbeit mit der Wörther Bücherei, die Weihnachtswerkstatt mit verschiedenen Bastelworkshops, Theater- und Konzertbesuche sowie das Sommerschulfest. Diese Fülle wurde anerkennend zur Kenntnis genommen. „Und so ganz nebenbei machen wir auch Unterricht“, meinte die Schulleiterin augenzwinkernd.

Vroni Vogel

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