Die Ortererschule in Wörth soll nach den Maßgaben des Konzepts Lernlandschaften umfassend saniert werden. Ein Neubau ist vom Tisch.
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Die Ortererschule in Wörth soll nach den Maßgaben des Konzepts Lernlandschaften umfassend saniert werden. Ein Neubau ist vom Tisch. 

Einrichtung soll Lernlandschaften bekommen

Ortererschule Wörth: Sanierung statt Neubau

Der Neubau ist vom Tisch, die Wörther Gemeinderäte haben sich für eine umfassende Sanierung der Ortererschule Wörth entschieden. Ob jedoch eine neue Turnhalle gebaut wird, darüber fiel noch kein Beschluss.

Wörth– Generalsanierung oder Neubau der Ortererschule? Zu dieser Frage fällte der Wörther Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig eine Grundsatzentscheidung: Die Schule soll nach den Maßgaben des Konzepts Lernlandschaften umfassend saniert werden.

„Unser Ansatz ist, dass wir weitestgehend bestandsorientiert arbeiten wollen“, fasste Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) das Meinungsbild im Gremium zusammen. Er wies zudem darauf hin, dass die Bausubstanz des Bestandsgebäudes „absolut gut“ sei. Ein punktueller Teilneubau oder ein Umbau sei im Rahmen der Schulsanierung vorstellbar.

Reine Schulsporthalle oder Gemeindehaus?

Wertvolle Anregungen, wie man ins bestehende Schulhaus das Konzept Lernlandschaften integrieren könne, habe man bei der Besichtigung der Mittelschule am Lodererplatz in Erding mitgenommen. Hier sei ein „machbarer Weg“ aufgezeigt worden.

Anton Erl (CSU) sprach sich ebenfalls dafür aus, am Bestandsgebäude so wenig wie möglich zu ändern und keinen Abriss zu tätigen. Im baulichen Gesamtkonzept soll auch die Schulturnhalle betrachtet werden – hier sei durchaus ein Neubau, eventuell eine Zweifachturnhalle, denkbar. „Die Turnhalle erscheint uns zu limitiert“, erläuterte Gneißl auf Nachfrage von Petra Schletter (Grüne). Man müsse für die Sportstätte eine zukunftsfähige Lösung finden. Ein Platz, wo eine neue Turnhalle gebaut werden könne, stehe aber noch nicht fest. Die bisherige Schulsportstätte könnte dann eventuell anders genutzt werden.

Renate Speer (CSU) lenkte bezüglich der Turnhallenthematik den Blick auf die Erfordernisse der Vereine. Es sei ein „großes Problem“, dass es in der Gemeinde keinen größeren Saal gebe, um sich zu treffen. Speer fragte in die Runde, ob man nicht auch Überlegungen zu einem Gemeindehaus anstellen sollte, zumal eine reine Schulsportturnhalle von den Vereinen wohl nicht genutzt werden könnte. „Natürlich ist das separat zu diskutieren“, stimmte Gneißl zu und verwies auf die geplante Klausurtagung, in der man sich genau über solche Fragen Gedanken machen will.

Die Regierung prüft die Förderfähigkeit 

Für die Generalsanierung der Schule soll die Verwaltung jetzt in einem nächsten Schritt klären, welche Maßnahmen förderfähig sind. In der Beschlussvorlage heißt es dazu: „Die Regierung von Oberbayern hat auf telefonische Anfrage erläutert, dass die Gemeinde im Rahmen des Selbstverwaltungsrechts entscheidet, ob eine Generalsanierung oder ein Ersatzneubau erfolgen soll.“ Die Regierung werde die Förderfähigkeit prüfen.

In jedem Fall kommen auf die Gemeinde Millionenausgaben zu. Im vergangenen Oktober war im Rahmen einer Machbarkeitsstudie die Rede von 29 Millionen für Umbau und Teilerneuerung sowie von mehr als 36 Millionen Euro für einen kompletten Neubau (wir berichteten).

Außerdem will die Gemeinde Angebote von vier Planungsbüros einholen, die das Konzept Lernlandschaften im Fokus haben und sich damit auskennen. Dieses Vorgehen sei mit Lernlandschaften-Gründerin Karin Doberer abgesprochen, die ebenfalls eingebunden werden soll.

„Die Zeit ist jetzt reif“, meinte Gneißl zu den konkreten Weichenstellungen für die Wörther Schule.

Vroni Vogel

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