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Nach vorne schauen: Kirchenpfleger Stephan Schletter in der brandgeschädigten Wörther Kirche St. Peter.

Brandgeschädigte Pfarrkirche St. Peter

Bis Ostern 2018 soll alles wieder heil sein

Wörth – „Nach vorne schauen“ lautet die Devise bei der Sanierung der Wörther Kirche St. Peter, in der es am Ostersonntag brannte. Nach dem ersten Schock hilft man jetzt zusammen, um das Gotteshaus herzurichten. Kirchenpfleger Stephan Schletter erläuterte die Sanierungsschritte.

Sein persönlicher „Wunschtermin“ für die Fertigstellung ist Ostern in zwei Jahren. Ob das klappt, ist ungewiss, denn bis dahin ist sehr viel zu tun. Einen konkreten Zeitplan gebe es noch nicht. „Aber im Jahr 2018 müssten wir es hinbringen.“ Die Schadensumme sei noch nicht beziffert, betrage aber mehrere Millionen Euro. Auch die genaue Brandursache sei bisher ungeklärt. Von den Brandfahndern des Landeskriminalamts liege kein abschließender Bericht vor.

Für Schletter ist diese Frage jetzt nebensächlich. Für ihn geht es um den Aufbau mit größtmöglicher Transparenz. „Wir wollen nichts im Kämmerlein entscheiden.“ Bei den Sonntagsgottesdiensten werde regelmäßig über die weitere Vorgehensweise informiert. Die Versicherung hole die Angebote ein, und man stimme sich bei der Vergabe der Arbeiten ab. Mit im Boot sind Architekt Udo Rieger aus Isen sowie der Restaurator Johannes Amann aus dem Allgäu – ein Experte für Kirchenbrandschäden.

Die verrußten Wände, Gemälde und Gewänder werden mit Spezialverfahren gereinigt. Wenn der Auftrag für den Hochaltar vergeben ist, dessen tragende Konstruktion verbrannt ist, soll er in eine Restaurierungswerkstätte transportiert werden, kündigt der Kirchenpfleger an. Das komplett zerstörte Hochaltarbild aus dem 18. Jahrhundert soll als Kopie von einem Landshuter Kunstmaler reproduziert werden. Fotos sollen dabei als Vorlage dienen. Zudem müsse die Elektrik erneuert werden.

320 000 Euro werde die neue 20-registrige Orgel kosten. Für diesen Posten habe man bereits eine Kommission, bestehend aus Gemeindebürgern, gebildet. Bei der Gesamtsanierung sollen auch Altschäden behoben werden, die jedoch nicht von der Versicherung bezahlt werden. Die Feuchtigkeit im Sockel soll beseitigt werden, so Schletter. Diverse Reinigungsarbeiten des Inventars seien nötig und der schadhafte Glockendachstuhl müsse wahrscheinlich erneuert werden. Es stehe überdies die liturgische Neugestaltung des Altarraums an. Hierfür will man ebenfalls eine Kommission einberufen.

Grundsätzlich gebe es bei der Sanierung von Gotteshäusern einen 40 Jahreszyklus. „Aber die geballte Sanierung ist ein Kostenproblem“, sagt Schletter. Dennoch werde man das Projekt umsetzen – schon weil es in Wörth einen „tollen Zusammenhalt“ zwischen der Gemeinde, der Pfarrei und dem Pfarrverband gebe. „Ich freue mich unbandig, wenn die Kirche in neuem Glanz erstrahlt“, blickt Schletter hoffnungsfroh in die Zukunft.

Vroni Vogel

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