Hohe Kosten für Tartanbahn wegen quecksilberhaltigem Material

Tartanbahn wird teurer

Peißenberg - Blei- und quecksilberhaltiges Material, das fachgerecht entsorgt werden muss, treibt die Kosten für die Tartanbahn in Peißenberg in die Höhe.

Die geplante Laufbahn in der Sportanlage in Peißenberg-Wörth wird teurer: Statt wie zunächst veranschlagt, 380 000 Euro kostet sie jetzt voraussichtlich 525 000 Euro. Hauptgrund für die Verteuerung: Der Boden unter der 400-Meter-Bahn ist mit blei- und quecksilberhaltigem Material belastet.

Die Kosten für die Sportanlage, dazu zählt auch ein Allwetterplatz, teilen sich der Landkreis und die Marktgemeinde. Der Landkreis muss mitzahlen, weil neben der Buben und Mädchen der Josef-Zerhoch-Schule auch Realschüler, für die der Landkreis zuständig ist, die Anlage nutzen. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Jahr begonnen werden.

Bei der Sitzung des Kreisausschusses in Weilheim winkte das Gremium die Kostensteigerung ohne Diskussion durch. Das war nicht immer so: Aus Kostengründen hatte es der Landkreis über Jahrzehnte stets abgelehnt, sich an den Kosten für eine neue Tartanbahn zu beteiligen. Erst im vergangenen Jahr kam der Meinungsumschwung, weil die Sportanlage äußerst marode ist. Allerdings gab es im Vorfeld Ärger zwischen Markt und Landkreis, weil die Verwaltung der Marktgemeinde keine halbwegs genaue Kostenschätzung vorlegen konnte - die Spanne reichte von 300 000 bis 640 000 Euro.

Jetzt liegt eine erste Kostenberechnung vor, und die brachte um rund 60 000 Euro höhere Entsorgungskosten, so Sonja Mayer vom Bauamt der Marktgemeinde. Das lag aber nicht daran, dass keine Kosten für den Bodenaustausch eingerechnet worden seien, sondern daran, dass die ersten beiden Bodenschichten, die bis etwa 15 Zentimeter stärker mit Blei und Quecksilber belastet seien, als ursprünglich angenommen, so Mayer.

Das Vorhaben wird vom Freistaat bezuschusst, sodass für Markt und Landkreis jeweils noch rund 158 000 Euro verbleiben. Johannes Thoma

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Coronavirus - Flughafen München in der Krise: Lage schlimmer als nach dem 11. September?
Der Flughafen München steckt wegen des Coronavirus in einer schlimmen Krise. Echte Besserung lässt wohl deutlich länger auf sich warten als nach dem 11. September 2001.
Coronavirus - Flughafen München in der Krise: Lage schlimmer als nach dem 11. September?
Coronavirus im Landkreis: Fliegerhorst-Notfallklinik nächste Woche bereit – Newsticker
Das Coronavirus breitet sich in Erding weiter aus. Mittlerweile gibt es 210 Infizierte im Landkreis. Die Fliegerhorst-Notfallklinik ist nächste Woche bereit.
Coronavirus im Landkreis: Fliegerhorst-Notfallklinik nächste Woche bereit – Newsticker
180 Euro fürs Leserhilfswerk von den Ottenhofener Minis
Selbst gebastelte Papiersterne, Schokofrüchte und gebrannte Mandeln. 180 Euro aus dem Erlös des Weihnachtsmarkts spendeten Ottenhofens Ministranten an Licht in die …
180 Euro fürs Leserhilfswerk von den Ottenhofener Minis
Kommentar: Verheerendes Krisenmanagement
Falscher Zeitpunkt, fehlende oder verweigerte Bürgerinformation und eine Lösung, die nicht realisierbar erscheint. Bei der Kehrtwende in Sachen Hochwasserschutz für …
Kommentar: Verheerendes Krisenmanagement

Kommentare