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Ein Bild des Grauens: Der verbrannte und verrußte Altar. Die Sanierung läuft auf Hochtouren.

Pfarrkirche St. Peter ein Jahr nach dem Brand

Ostern, ein schwieriges Datum

In Wörth erinnert man sich mit Schrecken an Ostern 2016. Am Abend des Ostersonntags brannte es in der Pfarrkirche St. Peter. Ein Jahr später läuft die Sanierung. Doch es gibt ein neues Problem.

Wörth - Am Abend des Ostersonntags vor einem Jahr blieben um zehn vor sieben die Zeiger der Kirchturmuhr von St. Peter stehen: Der verheerende Kirchenbrand löste einen landkreisweiten Großalarm aus. Ein technischer Defekt war die Brandursache.

Inzwischen geht die Uhr wieder. Die Sanierungsarbeiten laufen auf Hochtouren, umsichtig koordiniert und betreut von Kirchenpfleger Stephan Schletter, der ehrenamtlich seine Freizeit in den Wiederaufbau investiert. Wir sprachen mit ihm über die Baufortschritte.

Für die Beseitigung der Brandschäden sei bereits rund eine Million Euro ausgegeben worden, doch die Gesamtsumme liege höher, sagt er. „Die Versicherungsleistung wird voraussichtlich diesen Sommer abgeschlossen.“

Wichtige Arbeitsschritte sind erfolgt. Der Hochaltar wird in einer Restaurierungswerkstatt in Bad Tölz saniert. Die Wände im Langhaus sind gereinigt, die Laserarbeiten zur Reinigung der Gemälde erfolgt, die neue Orgel ist im Bau. Eine Künstlerin hat begonnen, die verbrannten Altarbilder, „so weit wie möglich zu kopieren“. Es sind Reproduktionen im Geist der Zeit, wobei auch unwiederbringlich Verlorenes nachempfunden werden muss, um die Leerstellen zu füllen.

Jetzt werden die Wände und die Seitenaltäre fertig gereinigt. Die neuen Kirchenfenster werden gerade eingebaut. Äußeres Zeichen dafür: das Außengerüst.

Doch die Wiederherstellung von St. Peter hält unerwartete Überraschungen bereit. Schletter berichtet, das sich das Gewölbe bereits um 1890 um 20 Zentimeter abgesenkt habe. Damals sei es mit einer Notsicherung des ortsansässigen Schmieds stabilisiert worden. „Das hält jetzt schon 125 Jahre“, so der Kirchenpfleger. Doch jede Winderschütterung gehe direkt aufs Gewölbe. Deshalb habe ein eingeschalteter Spezialist aus Augsburg dringend geraten, es „in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen“.

Finanziell gilt es damit eine weitere Hürde zu nehmen, denn diese größere Baumaßnahme sei nicht über die Versicherungssumme abgedeckt, sondern wie alle Alt- und Vorschäden vom Ordinariat zu bewilligen. Die Gesamtkosten für die Altlasten werden auf 1,4 Millionen geschätzt. „Die Anträge sind frühzeitig gestellt worden, aber noch nicht bewilligt. Wir haben alles Notwendige getan.“ Zudem habe die Wörther Kirchenverwaltung in Eigenregie ein aufwändiges Architekturauswahlverfahren mit neun Angebotsprüfungen durchgeführt. Den Zuschlag erhielt erneut Architekt Udo Rieger aus Isen, der bereits die Brandschadensbeseitigung begleitete.

Schletter hofft inständig, in der Ordinariatssitzung nach Ostern Grünes Licht zu bekommen. „Damit steht und fällt der Baufortschritt.“ Alle Restaurierungsarbeiten seien als „monatelanger Prozess im Zusammenspiel mit den anderen Gewerken“ zu sehen, erläuterte der Kirchenpfleger. So bringe der Restaurator erst dann die letzte Schicht auf, wenn das Gewölbe saniert sei.

Diözesanweit warten laut Schletter 600 Projekte auf eine Genehmigung. „Wir sind eines davon.“ Man setze darauf, dass die Kirche St. Peter eine hohe Priorität bekomme, „weil sie schon im Bau ist“. Auch habe Weihbischof Bernhard Haßlberger im Sommer die Baustelle besucht und wisse um die Dringlichkeit. Jetzt ist das Ordinariat am Zug, um entscheidende Weichen zu stellen.

Vroni Vogel

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