Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft

Beate Zschäpe: Verteidiger fordern maximal zehn Jahre Haft
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I n Bäckerkisten und Tetra Paks haben die Zweitklässler der Ortererschule Wörth Salat, Radieserl und Schnittlauch angepflanzt. Dabei halfen (hinten, v. r.) Eva-Maria Ecke (Klassenleiterin 2b), Petra Koch-Eberl vom AELF, Gärtner Matthias Brechter und Miriam Theil (Klassenleiterin 2a). Vorne im Bild sind die bereits fertig bepflanzen Kisten zu sehen, die zum Schutz abgedeckt wurden.

Projekt „Wissen, wie’s wächst und schmeckt“ 

Die kleinen Gemüse-Gärtner der Ortererschule

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In einem Projekt lernen die Zweitklässler der Ortererschule Wörth, „wie‘s wächst und schmeckt“. Gemeint ist damit selbst angebautes Gemüse.

Wörth – Wie baut man Schnittlauch an? Wie lange dauert es, bis aus einem winzigen Samenkorn ein stattliches Radieserl wird? Und wie oft muss man Salatpflänzchen gießen? Das alles erfahren in den nächsten Wochen die Zweitklässler der Ortererschule Wörth. Dort ist das Projekt „Wissen, wie’s wächst und schmeckt“ gestartet, ein Angebot des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Erding. Hintergrund der Aktion: Viele Kinder wüssten heute nicht mehr, woher das Essen ursprünglich kommt – selbst in einem noch recht ländlichen Landkreis wie Erding.

„Unser Ansatz in der Ernährungsbildung ist es, Kinder über das eigene Tun mit allen Sinnen an eine ausgewogene Ernährung heranzuführen“, sagt AELF-Fachlehrerin Petra Koch-Eberl, die das Projekt betreut. Dazu gehört auch, mit den Händen in der Erde zu wühlen oder zarte Salatpflänzchen vorsichtig zu setzen. „Die Kinder erfahren zudem, dass es Zeit braucht und Aufwand erfordert, damit Pflanzen gedeihen“, sagt Koch-Eberl. Damit sei die Absicht verbunden, dass Mädchen und Buben eine größere Wertschätzung für Lebensmittel entwickeln.

Zusammen mit Gärtner Matthias Brechter aus Isen haben die Schüler Radieschen, Eichblattsalat und Schnittlauch angepflanzt. Dafür hat jede Klasse vier Bäckerkisten bekommen, die – ausgelegt mit Pflanzvlies und gefüllt mit Erde – zu kleinen Beeten wurden.

Schon das Wühlen in der faserigen Erde machte den Kindern Spaß – auch dann noch, als Brechter ihnen erklärte, dass darin freilich auch der Kot von Regenwürmern zu finden sei. Ein bisschen ekelten sich die Schüler da schon, griffen aber dennoch beherzt zu, als es darum ging, die Pflänzchen zu setzen. Komplett bepflanzt sind die Kisten aber noch nicht. Brechter will noch essbare Blüten vorbei bringen – Borretsch oder Viola zum Beispiel.

Dann kümmern sich die Schüler in den nächsten Wochen zusammen mit ihren Klassenleiterinnen Miriam Theil (2a) und Eva-Maria Ecke (2b) selbst um die Gewächse. Als Pflanz-Paten begleiten sie deren Wachstum, organisieren Gießdienste, führen Pflanz-Tagebücher. Da sind Sorgfalt und Zuverlässigkeit gefragt, damit die Pflanzen gut gedeihen und vor den Pfingstferien geerntet werden können. Denn mit dem selbst gezogenen Gemüse und den Kräutern bereiten die Kinder dann gemeinsam gesunde Wraps zu.

Die meisten der Zweitklässler haben zuhause schon selbst Erfahrungen beim Garteln gesammelt. Fast alle Familien hätten ein Beet im Garten, und wenn die Eltern das bepflanzen, dann helfen sie auch immer fleißig mit, versichern die Kinder. Und wer dazu keinen Platz hat, der kann auch auf dem Balkon zum Beispiel Radieschen anbauen – und zwar im leeren Tetra Pak. Koch-Eberl zeigte den Kindern, wie sie aus dem Getränkekarton ein Mini-Beet machen: Löcher in den Boden stechen, damit das Wasser ablaufen kann, zu gut drei Vierteln mit Erde befüllen, Samen hineinsetzen, mit Erde bedecken und angießen. 

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