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Riesenandrang auf die Sprachkurse

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Großer Andrang im Pfarrheim: Das Interesse an den Deutschkursen ist bei den Flüchtlingen groß. foto: vev
Großer Andrang im Pfarrheim: Das Interesse an den Deutschkursen ist bei den Flüchtlingen groß. foto: vev

Wörth - Sie wollen unbedingt Deutsch lernen. Die Volkshochschule hilft den Flüchtlingen dabei.

Großer Andrang im Wörther Pfarrheim: Die Infoveranstaltung zu den Sprachkursen an der Volkshochschule besuchten gut 30 Asylsuchende aus den Gemeinden Wörth und Walpertskirchen. Ein Einstufungstest war auch gleich dabei. Im März sollen die Kurse anlaufen. Landkreisweit sind es derzeit etwa 200 Bewerber.

Aufgeregte Spannung lag in der Luft. „Deutsch lernen ist das Allerwichtigste“, sagte Ahmed aus Afghanistan, und die Umstehenden pflichteten ihm bei. Die Teilnehmer stammen aus Myanmar, Eritrea, Afghanistan, Syrien, Palästina, Somalia und Pakistan. Zum Treffen kamen auch VHS-Vorsitzender Hans Peis sowie Eleni Lehner, Programmbereichsleiterin für Sprachen an der VHS Erding, mit einem Mitarbeiterteam. Die Flüchtlinge wurden von Mitgliedern der gemeindlichen Helferkreise begleitet.

Grundsätzlich galt es beim Einstufungstest herauszufinden, wer schon Sprach- und Schreibkenntnisse besitzt und wer sich Basiswissen aneignen muss. Dazu wurden alle aufgefordert, ein paar Wörter zu schreiben. Hier und da hörte man geflüsterte Worte, sonst war es still im Pfarrheim. Die Verständigung fand in englischer Sprache und über einen Dolmetscher statt. Lehner fragte zwei junge Mütter aus Eritrea, ob während des Kurses jemand ihre Babys betreue. Denn die Kinder können zum Unterricht nicht mitgenommen werden. Hier will der Wörther Helferkreis tätig werden.

Eines zeichnet sich jetzt schon ab: Es gibt wesentlich mehr Interessenten als Plätze. „Wir versuchen, möglichst alle Bewerber unterzubringen“, so Peis zur Heimatzeitung. Bei ihm laufen als Mittler zwischen Landkreis, Kommunen und VHS die Fäden zusammen. Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zur Integration. Peis: „Nur die Sprache macht es möglich, den anderen zu verstehen.“ Er strebt eine Kooperation mit der Berufsschule an, um gerade jungen Leuten den sprachlichen Einstieg zu ermöglichen. Sein Eindruck von den Einstufungstests? „Ich habe die Motivation als hoch empfunden.“

Jetzt geht es darum, die nötigen Strukturen zu schaffen. Die Vorbereitungen laufen. „Eine weitere Herausforderung ist, dass der Bildungshintergrund sehr unterschiedlich ist“, erläuterte Peis. Deshalb sollen unterschiedliche Kurse angeboten werden. „In Dorfen und Erding finden sicher Kurse statt“, so der VHS-Vorsitzende zum Planungsstand. Auch Wörth ist im Gespräch. Finanziert werden die Sprachkurse von den Gemeinden des Landkreises mit einem Euro pro Einwohner an die VHS.

vev

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