Demoliert ist der schwarze Roller, der an einem Feldweg wieder aufgetaucht ist. 

15-Jähriger bestohlen

Roller-Diebe demolieren ihre Beute - und das ist kein Einzelfall

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Motorroller stehlen und dann kaputt machen: Diese sonderbare Masche ist gerade in und um Hörlkofen zu erleben. Ob hier eine organisierte Bande am Werk ist oder ob es sich um einen schlechten Scherz handelt, ist noch unklar.

Hörlkofen „Da meint man, wir wohnen auf dem Dorf – und dann so was. “ Eine Hörlkofener Mutter (Name der Redaktion bekannt) kann es immer noch nicht fassen: Der Roller ihres Sohnes (15) wurde, wie berichtet, am Vatertag vor ihrem Haus an der Wörther Straße gestohlen. Zwei Tage später tauchte das Gefährt an einem Kiesweg auf – total kaputt.

Es geschah an Christi-Himmelfahrt, irgendwann zwischen 10 und 15 Uhr, die Hörlkofener Familie machte eine Radtour. Als sie um 15.30 Uhr von ihrem Ausflug zurückkam, war der Roller weg. „Mein Sohn hatte ihn in der Einfahrt vor dem Haus abgestellt, das Lenkradschloss war drin“, erzählt die Mutter. Zunächst ging die Familie von einem dummen Scherz aus, aber: „Freinacht ist ja vorbei“, ärgert sie sich.

Noch am selben Tag erstattete sie Anzeige bei der Polizeiinspektion Erding – und startete auf Facebook einen Aufruf mit einem Foto des Rollers. Außerdem fragte sie in der Nachbarschaft nach, ob jemand etwas beobachtet habe.

Von einem Nachbarn bekam die Familie einen Hinweis: „Ihm seien wiederholt drei Fahrzeuge in der Wörther Straße aufgefallen, die offensichtlich Grundstücke ausspionieren und es auf Motorräder und Roller abgesehen haben“, erzählt die Mutter. Es habe sich dabei um zwei Autos mit Erdinger Kennzeichen und einen Transporter aus Polen mit Anhänger gehandelt: „Bei diesem Nachbarn wurde ein Diebstahl vor zwei Wochen verhindert, da der Nachbar gegenüber dazwischengefunkt hat. Da sind die Diebe abgezogen ohne Beute“, erzählt die Mutter.

Als jedoch der Roller ihres Sohn gestohlen wurde, hat niemand herumspähende Auto- und Transporterfahrer beobachtet. Deshalb würde sich die Familie freuen, wenn sich jemand meldet, der etwas beobachtet hat: „Vielleicht hat ja jemand gesehen, wie ein anderer den Roller weggeschoben hat.“

Merkwürdiger Zufall

Mittlerweile ist der schwarze Roller mit roten und weißen Aufklebern wieder aufgetaucht. Eine befreundete Joggerin hatte ihn 1,5 Kilometer entfernt entdeckt. Er stand auf einem Kiesweg an der Gabelung nach Kirchötting und Teufstetten. Aber: „Der Bremszug wurde ausgehängt, die Tachowelle abgerissen, die Elektronik ist defekt, Kickstarter geht nicht. Im Augenblick sieht alles sehr nach mutwilliger Beschädigung aus“, sagt die Mutter und fragt sich, wer so etwas macht.

Merkwürdiger Zufall: Vor kurzem wurde auch der Roller von einem Kumpels ihres Sohnes gestohlen. Er stand ebenfalls vor der Haustür auf einem Bauernhof in Kirchötting. Einen Tag später tauchte er zwei Kilometer entfernt auf einem Feldweg wieder auf – ebenfalls geschädigt.

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