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„Schön langsam ist ein Ende in Sicht“

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Der Außenputz im unteren Bereich der Wörther Kirche St. Peter wurde abgeschlagen. So will man die Feuchtigkeit aus dem Fundament bringen, wie Kirchenpfleger Stephan Schletter berichtet
Der Außenputz im unteren Bereich der Wörther Kirche St. Peter wurde abgeschlagen. So will man die Feuchtigkeit aus dem Fundament bringen, wie Kirchenpfleger Stephan Schletter berichtet © Vogel

Stück für Stück zum alten Glanz zurück: Die Sanierung der Wörther Kirche St. Peter nach dem verheerenden Brand an Ostern 2016 schreitet voran. Nach und nach werden die Schäden beseitigt. „Schön langsam ist ein Ende in Sicht“, freut sich Kirchenpfleger Stephan Schletter.

Wörth – Gut eineinhalb Jahre ist es jetzt her, dass am Abend des Ostersonntag die Kirche St. Peter Wörth durch einen Brand stark beschädigt wurde. Seitdem sind die verschiedensten Experten am Werk, um das Gotteshaus wieder herzurichten. Bei der Sanierung geht es beständig voran. Kirchenpfleger Stephan Schletter informierte im Pressegespräch über die weiteren Schritte.

Neben den Schäden, die der Brand verursacht hat, werden demnach auch Altschäden beseitigt. Die Restaurierung des Hochaltars, der durch das Feuer massiv beschädigt worden war, ist gerade in vollem Gange. Teile davon erstrahlen schon wieder in glänzendem Gold. Um die Sanierungsfortschritte im Altarraum detailliert dokumentieren zu können, hat man eine Kamera installiert, die alle fünf Minuten ein Foto schießt. „So kann man sich den Fortgang später im Zeitraffer ansehen“, erklärt Schletter.

Teile des Hochaltars erstrahlen schon wieder in glänzendem Gold.
Teile des Hochaltars erstrahlen schon wieder in glänzendem Gold. © Schletter

Die schwerste Aufgabe gilt es jedoch noch zu bewältigen: „Jetzt wollen wir das Gewölbe in einen statisch einwandfreien Zustand bringen“, berichtet der Kirchenpfleger. Der Grund: Das Gewölbe habe sich im 19. Jahrhundert um 20 Zentimeter gesenkt und sei damals mit einem Provisorium vom Schmid von Breitötting am Dachstuhl befestigt worden. Diese Notlösung hält inzwischen seit 125 Jahren. Mit einem Gewölbespezialisten will man nun das Provisorium durch eine endgültige Lösung ersetzen. Das sei diffizile Millimeterarbeit, die sehr gut vorbereitet werden müsse, so Schletter.

Draußen ist derweil im unteren Bereich der Kirche der Putz abgeschlagen worden. Hier will man die Feuchtigkeit aus dem Fundament bringen. „Mit den Glocken, fürchte ich, wird es noch lange dauern“, sagte Schletter – wahrscheinlich bis zum Sommer. Doch man sei grundsätzlich gut in der Zeit: „Schön langsam ist ein Ende in Sicht.“

Vroni Vogel

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