Die Störung der Telefonanschlüsse in Hörlkofen ist passé. Mehr als zwei Wochen lang waren mindestens zehn Haushalte ohne Anschluss (Symbolfoto).
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Die Störung der Telefonanschlüsse in Hörlkofen ist passé. Mehr als zwei Wochen lang waren mindestens zehn Haushalte ohne Anschluss (Symbolfoto).

Wochenlange Störungen in Hörlkofen

Endlich wieder am Netz

Die Störung der Telefonanschlüsse in Hörlkofen ist passé. Mehr als zwei Wochen lang waren mindestens zehn Haushalte ohne Anschluss.

Hörlkofen – Die Störung der Telefonanschlüsse in Hörlkofen ist laut Pressemitteilung der Telekom am Mittwoch um 16 Uhr behoben worden. Über zwei Wochen waren mindestens zehn Haushalte ohne Anschluss (wir berichteten). Das Brisante dabei: Die Betroffenen waren laut Angehörigen überwiegend betagte Leute zwischen 80 und 90 Jahren, die auch über die Ostertage von der Außenwelt abgeschnitten waren – zumal die Senioren zur Risikogruppe gehören und in der Corona-Krise möglichst das Haus nicht verlassen sollen.

Großes Aufatmen bei den Betroffenen

Gerhard Schauer, dessen fast 90-jährige Tante zu den Betroffenen gehörte, hatte unsere Zeitung über die Problematik informiert, da er sich Sorgen um die alten Leute machte. Jetzt zeigte sich der Wörther Gemeindebürger erleichtert. Auch bei den Betroffenen habe es nach der „langen Zeit des Wartens“ ein „großes Aufatmen“ gegeben, sagt Schauer auf Nachfrage.

Seitens der Telekom vermisste er eine „gute Kommunikation“. Mehrfach habe er noch vor Ostern erfolglos die Störungsstelle kontaktiert. „Es ist gut, dass es jetzt wieder funktioniert. Doch die Art, wie man mit den Kunden umgeht, ist mir unverständlich.“

Kunden werden immer wieder vertröstet

In einem anderen Fall waren es die 80 und 88 Jahre alten Eltern von Peter Pawlik. Der besorgte Sohn schildert seine Erfahrungen mit der Telekom in der zeitlichen Abfolge: „Am 2. April wurde mir telefonisch mitgeteilt, dass am 3. April gegen 9 Uhr die Verbindungen wieder funktionieren sollen. Da dies nicht der Fall war, habe ich am 7. April nochmals bei der Telekom angerufen. Mein Gesprächspartner war erstaunt, dass sich in dieser Angelegenheit nichts getan hat, und hat mir zugesagt, dass am 9. April zwischen 12 und 16 Uhr ein Techniker bei meinen Eltern vorbeikommt“ – Fehlanzeige.

Man sei immer wieder vertröstet worden und habe keine Informationen bekommen, sagt Pawlik auf Nachfrage unserer Zeitung. Dass der Anschluss wieder funktioniere, sei mitgeteilt worden. Eine Entschuldigung habe es nicht gegeben.

In der Telekom-Pressemitteilung heißt es kurz und knapp: „Die Anschlüsse wurden geprüft. Die Kunden sind wieder am Netz. Grund für die Störung war ins Kabel eingedrungenes Wasser.“ 

Vroni Vogel

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