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D ie S-Bahn-Station St. Koloman bekommt zwei Außenbahnsteige und wird zudem barrierefrei ausgebaut. Die zwei neuen Bahnsteige werden eine Länge von 140 Metern aufweisen. In Richtung Aufhausen entsteht außerdem ein zweites Streckengleis. 

Umbaumaßnahmen am S-Bahn-Halt St. Koloman 

Fit für den 15-Minuten-Takt

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„Wir sind wirklich bahngepeinigt“, sagt Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl. Gleich mehrere Bauprojekte in Zusammenhang mit der Bahn stehen in den kommenden Jahren an. Aufwändigste Maßnahme wird der Umbau der Haltestelle St. Koloman.

Wörth– In Sachen Bahn kommt in den nächsten Jahren einiges auf die Gemeinde Wörth zu. „Es ist schon eine Herausforderung“ sagt Bürgermeister Thomas Gneißl im Gespräch mit unserer Zeitung und meint damit die Baumaßnahmen, die die Bahn im Gemeindegebiet plant.

Ein großes Thema wird der Umbau der S-Bahn-Haltestelle St. Koloman werden. Nach Informationen der Deutschen Bahn wird im Rahmen einer sogenannten netzergänzenden Maßnahme auf einer Länge von 2,6 Kilometern ein zweites Gleis von St. Koloman in Richtung Aufhausen errichtet. Außerdem soll die Haltestelle barrierefrei werden. Es entstehen zwei neue Außenbahnsteige, die so lang sind, dass künftig nicht nur Voll- und Kurz-, sondern auch Langzüge abgefertigt werden können. „In Richtung Markt Schwaben soll es hingegen keinen zweigleisigen Ausbau geben“, berichtet Gneißl von Gesprächen mit der Bahn. „Durch Wifling wird also kein zweites Gleis führen.“

Auf www.bahnausbau-muenchen.de, einer Informationsseite der DB Netz AG, wird das Projekt „Begegnungsabschnitt im Bereich St. Koloman“ genauer beschrieben. Demnach sollen die beiden Außenbahnsteige 96 Zentimeter hoch werden und über Rampen eine barrierefreie Anbindung an die Personenunterführung entstehen. Im Zuge dieser Maßnahme wird auch der Haltepunkt barrierefrei ausgebaut, indem die Bahnsteighöhe auf 96 Zentimeter angehoben und der Bahnsteig um rund 15 Meter in Richtung Markt Schwaben verschoben wird. Zudem sind der Neubau eines elektronischen Stellwerks in Altenerding sowie die Anpassung der Leit- und Sicherungstechnik geplant.

Zum Nutzen der Maßnahme listet die Bahn mehrere Argumente auf, darunter die Einführung des 15-Minuten-Grundtakts, das stufenfreie Ein- und Aussteigen in die Züge sowie die „Verbesserung des Erscheinungsbilds der Stationen“.

Bis es so weit ist, muss sich die Gemeinde überlegen, wie es mit der Fahrradabstellanlage weitergeht. „Wenn der zweite Bahnsteig kommt, müssen die Radständer weg“, sagt Gneißl. Die erste Idee, eine lang gezogene Abstellanlage am Radweg in Richtung Wifling zu errichten, hält Gneißl nicht für ideal. „Wir hätten es lieber dreigeteilt“, sagt er: Einige Radständer sollten für Fahrgäste aus Hofsingelding bereitstehen, einige für die Radpendler aus Wifling und eine größere Anlage für diejenigen, die aus Wörth/Hörlkofen kommen. „Diese Diskussion ist schon einige Jahre alt. Wir haben sie aber eingefroren, bis die Planungen der Bahn auf dem Tisch liegen“, erklärt Gneißl.

Im Idealfall entstehen die neuen Radständer relativ nah am Bahnsteig und nicht bei der Park+Ride-Anlage an der Hörlkofener Straße, denn: „Das ist einfach zu weit weg. Da würden die meisten mit dem Rad zum Bahnsteig hochfahren und es dann unter den Bäumen abstellen“, prophezeit Gneißl.

Neben Park- sowie Bike+Ride will er auch eine sogenannte Kiss+Ride-Anlage in Angriff nehmen. Damit ist eine Zone gemeint, in der Autofahrer kurz halten, jemanden aussteigen lassen und direkt weiterfahren können. „Das muss dort unten an der Straße bedenkenlos möglich sein“, sagt Gneißl.

Die Kosten für den Umbau der Haltestelle sind laut DB Netz AG in den Gesamtkosten für die 2. Stammstrecke enthalten. Die Finanzierung übernehmen Bund, Freistaat, Deutsche Bahn AG und Landeshauptstadt München. Geplanter Baubeginn laut Bahn ist das Jahr 2023, die Inbetriebnahme soll spätestens mit der 2. Stammstrecke erfolgen.

In einer der nächsten Gemeinderatssitzungen wird die Bahn laut Gneißl die aktuellen Planungen vorstellen.

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