Drei Kinder schaukeln gemeinsam in einer Nestschaukel
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Der Hörlkofener Spielplatz soll wieder zum Ort der Begegnung werden. Dafür nimmt die Gemeinde Wörth viel Geld in die Hand - und will künftig für jedes Alter was bieten (Symbolbild).

Hörlkofener Spielplatz soll für jedes Alter etwas bieten

Von Streetball bis Fitness

Der Hörlkofener Spielplatz soll wieder zum Ort der Begegnung werden. Dafür nimmt die Gemeinde Wörth viel Geld in die Hand - und will künftig für jedes Alter was bieten.

Hörlkofen – Rund 350 000 Euro will die Gemeinde Wörth in die Neugestaltung des Hörlkofener Spielplatzes investieren. Die Planung übernimmt das Landschaftsarchitekturbüro Lex Kerfers. Dessen Konzept wurde dem Ratsgremium vorgetragen. Der Gemeinderat nahm die Planung zustimmend zur Kenntnis, der Beschluss dazu war einstimmig. Weitere Ideen und Anregungen sollen aufgenommen werden.

Derzeit ist das Gelände wenig attraktiv

Nachdem die Ratsmitglieder sich mit der Planung auseinandergesetzt hatten, fragte Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) in die Runde: „Gehen wir dieses Investment an?“ Anton Erl (CSU) meinte: „Ich denke schon, dass das vertretbar ist.“ Das Gelände werde in seiner derzeitigen Form fast nicht mehr genutzt und sei wenig attraktiv. Der zentrale Platz soll sich durch die Neugestaltung wieder beleben.

Ulla Dieckmann (SPD) betonte, dass der Fachplanung eine Beteiligung der Eltern und Kinder als Spielplatznutzer vorausgegangen war, die ihre Vorstellungen eingebracht hatten – eine wichtige Grundlage für alle weiteren Schritte. „Es war klasse, was an Ideen kam“, freute sich Dieckmann, die diese Bürgerbeteiligung maßgeblich mit Fachfrau Andrea Klenner-Felbinger vom technischen Bauamt begleitet hatte. Dieckmann erinnerte auch an die Anfänge. Der Spielplatz sei 1977 über eine Elterninitiative gegründet und betreut worden, später dann auf die Gemeinde übergegangen.

Der Hörlkofener Spielplatz soll wieder ein Ort der Begegnung werden. Das Landschaftsarchitekturbüro Lex Kerfers überplante das Areal basierend auf den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung.

Die Planung des Landschaftsarchitekturbüros sieht vor, den Hügel, den Bolzplatz, die Rutsche und die Seilbahn zu erhalten und mit neuen Elementen wie einem Weiden-Dschungel, einem Kletterbereich sowie Spiel- und Fitnessgeräten zu bestücken. Auch Tischtennis und Streetball soll gespielt werden können. Ein wichtiger Punkt: die naturnahe Ausrichtung und die Begrünung als gestaltendes Element.

Aus Sicht der Verwaltung soll beachtet werden, dass das Areal mit seinen Geländemodellierungen gut pflegbar bleibt, sagte Gneißl. In den verschiedenen Bereichen soll es Spielmöglichkeiten für Kleinkinder geben, aber auch größere Kinder und Jugendliche sollen auf ihre Kosten kommen. Sitzmöglichkeiten für Erwachsene sind ebenso vorgesehen.

Ausreichend Platz zum Verweilen

Der Spielplatz soll wieder zu einem Ort der Begegnung werden – das war dem Gemeinderat wichtig. Über einen kleinen Weg will man deshalb eine Anbindung zur Siedlung schaffen. Es wurde vom Gremium angeregt, ausreichend Plätze zum Verweilen zu schaffen, etwa ein Picknick-Eck und Bänke.

Auch zur Bepflanzung gab es Anregungen und Anmerkungen. Monika Wenger (Grüne) gefiel die Vielfalt von Bäumen sehr gut. „Toll, was da angegangen wird“, lobte Renate Speer (CSU) und brachte ihr Fachwissen als Vorsitzende des Gartenbauvereins bei der Auswahl von Gehölzen ein.

„Ich finde den Spielplatz super“, sagte Florian Siegl (ÜPWG), Vater von zwei Kindern. Auch Petra Schletter (Grüne) gefiel der Plan. Skeptisch sah sie allerdings den Vorschlag, Kletterfelsen bei der Rutsche anzubringen – sie verwies aufs Gefahrenpotenzial. Das Angebot soll so vielfältig wie möglich sein, betonte Planer Robert Kerfers.

Vroni Vogel

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