Dutzende Verletzte bei S-Bahn-Unfall in Barcelona

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Strahlende Gesichter in dunkler Nacht: Stolz und geschafft war die Wiflinger Diebesbande, als sie den Hofsingeldinger Maibaum in ihrer Gewalt hatte.

Wiflinger Diebescoup 

Wache eingesperrt, Maibaum geschnappt

Hofsingelding – Es war ein präzise geplanter Coup: 40 Diebe aus Wifling brachten am Montagfrüh den Hofsingeldinger Maibaum in ihre Gewalt.

Maibaumklau am Montagmorgen: Die 40-köpfige Wiflinger Diebesbande pirschte mit Wörther Hilfe um zwei Uhr früh durchs regennasse Gras nach Hofsingelding. Dort kam Hermann Gneißl als Joker zum Einsatz, um für ein durchtriebenes Ablenkungsmanöver zu sorgen. Der Wiflinger wurde als Verbindungsmann ins Hofsingeldinger Stüberl eingeschleust. Er setzte sein unergründliches Pokerface auf und spielte in aller Seelenruhe mit der Maibaumwache Karten, während die Komplizenschar den 26 Meter langen Stamm in ihre Gewalt brachte.

Dabei war voller Körpereinsatz gefragt. Händisch, unterstützt von einem Nachläufer, wurde der Baum auf Wiflinger Gebiet getragen. Das alles geschah innerhalb weniger Minuten gegen 3.30 Uhr. Praktisch war, dass das Ortsschild nicht weit entfernt ist. Kreuzschmerzen nahmen die Diebe billigend in Kauf. Die Wachen wurden mit Schalungsplatten vor der Eingangstür im Stüberl eingesperrt. „Sie haben zugeschaut, wie der Maibaum an ihnen vorbeigeflogen ist“, erzählte Hermann Gneißl.

Die ganze Aktion sei letztlich eine Riesengaudi gewesen und sauber abgelaufen. Die Hofsingeldinger zeigten sich als gute Verlierer. Gemeinsam ließ man sich die kesselfrischen Weißwürste der Metzgerei Holzer und die knusprigen Brezen der Bäckerei Schauer beim griabigen Frühstück schmecken. Über die Auslöse wurde bereits gestern Abend verhandelt. Bürgermeister Thomas Gneißl, der in Wifling wohnt, betonte, dass er sich der Neutralität verpflichtet sehe.

Vroni Vogel

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