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Die Top 10 der Wachstunden haben (v. l.) Leonhard Brummer, Maximilian Deutinger, Markus Stimmer, Kilian Gneißl, Thomas Stimmer, Lukas Nagel, Florian Gneißl, Florian Siegl und Tobias Darsow geleistet. Nicht auf dem Bild ist die Top 1, Florian Wanderer. Er hatte mit 132 Stunden die meisten Wachdienste am Weiher.

Wasserwacht Wörth 

„Es muss nicht jedes Jahr ein Rekord sein“

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Nach einem Rekordjahr, gemessen an Einsätzen und Wachstunden, haben sich bei der Wasserwacht Wörth die Zahlen 2017 wieder normalisiert. Trotzdem verbrachten die Retter immer noch mehr als 3100 Stunden alleine mit dem Wachdienst.

Wörth– Die Wasserwacht Wörth hatte im vergangenen Jahr einen voll gepackten Kalender. 90 Ehrenamtliche haben an 60 Tagen Wachdienst geleistet. Insgesamt kamen so 3146 Wachstunden zusammen. Diese und viele weitere Zahlen präsentierte Florian Siegl, Vorsitzender der Ortsgruppe, in der Jahreshauptversammlung imGasthof Rauch in Grucking, zu der knapp 70 Mitglieder kamen.

„2016 hatten wir über 4000 Wachstunden. 2017 sind die Stunden deutlich zurückgegangen“, konnte Siegl verkünden. Ein Blick zurück zeigt: 2016 war mit 4105 Wachstunden tatsächlich ein Rekordjahr. Heuer seien sehr viele Wachtermine aufgrund des durchwachsenen Sommers ausgefallen. „Wir hatten auch nur einen Freibadtermin“, erklärte Siegl die gesunkenen Zahlen. Zusätzlich haben die Wasserretter für das Stockturnier noch 270 Stunden investiert, die aber in der Statistik nicht aufgeführt sind.

Besonders hob Siegl diejenigen Mitglieder hervor, die den Löwenanteil der Dienste übernommen haben. Diese Top 10 haben alleine 899 Wachstunden geleistet. An der Spitze steht Florian Wanderer mit 132 Stunden. Zum Vergleich: Die Top 1 aus dem Vorjahr hatte 239 Wachstunden absolviert. „Die Zahlen haben sich also gegenüber 2016 etwas normalisiert“, fasste Siegl zusammen.

Urgesteine der Wörther Wasserwacht: Vorsitzender Florian Siegl (M.) ehrte die Gebrüder Zimmermann, rechts Bernhard und links Stephan, beide seit 35 Jahren Mitglied.

Auch wenn es stundenmäßig weniger zu tun gab, so sind die Erste-Hilfe-Einsätze doch fast gleich geblieben. 16 Mal halfen die Wasserwachtler unter anderem bei Schnittverletzungen oder Insektenstichen (2016: 18). Eine Person musste zudem wegen Kreislaufproblemen vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden.

Daneben wurden drei Naturschutz-Beanstandungen gezählt. „Dazu gehört zum Beispiel, wenn wir Müll und Anderes einsammeln und fachgerecht entsorgen“, erklärte Siegl. Auch das Eindämmen von Pflanzenbewuchs oder das Entfernen gefährlicher überhängender Äste zählten dazu.

Beim Naturschutz „sind viele Stunden nicht geschrieben worden“, monierte Siegl und erinnerte an den „stinkenden Fisch“: Ein toter Karpfen habe die Wasserwacht mehrere Tage lang beschäftigt. „Er wurde uns mehrfach gemeldet, aber es hat lange gedauert, bis wir ihn gefunden, geborgen und vergraben haben. Hier müssen wir zuverlässiger die Stunden aufschreiben, die wir für solche Aktionen verwenden“, mahnte Siegl.

Er berichtete zudem von den wichtigsten Terminen neben dem Wachdienst. Dazu zählten die Neuwahlen in der Ortsgruppe ebenso wie Arbeitseinsätze, Fortbildungen, Schwimmkurse und das traditionelle Sommerfest, das unzählige Besucher angelockt hatte. Für heuer wirft eine große Feier ihre Schatten voraus: Die Ortsgruppe wird 50 Jahre alt.

Siegls Fazit für 2017: „Ein normales Wasserwachtjahr mit einem top Sommerfest ist vorüber. Endlich wieder normal, es muss nicht jedes Jahr ein Rekord sein.“ Ihm sei etwas anderes viel wichtiger, erklärte der Wiflinger: „Man sieht, was auf der Welt passiert. Jeder schaut nur noch auf sich. Das Leben auf Kosten Anderer ist leider präsent wie nie.“

Jemandem helfen, ehrenamtlich Zeit für das Wohl Anderer investieren – das sei heutzutage eine Seltenheit geworden. „Und es wird täglich weniger. Deswegen müssen wir dagegenhalten. Wir in unserer Gemeinschaft müssen die Welt in Ordnung halten. Das geht nur, wenn man sich gegenseitig hilft, kameradschaftlich, ehrenamtlich, selbstverständlich. Ich bin stolz auf euch und auf uns, dass wir eine solche Gemeinschaft haben.“

Langjährige Mitglieder

35 Jahre: Bernhard und Stephan Zimmermann

20 Jahre: Barbara Eberle, Katharina Freiding, Simone Kessler, Sara Lindner, Bettina Deutinger, Sebastian Eberle, Maximilian Mayr, Emanuel Michler, Andrea Buhl, Veronika Schum, Gerhard Steinbach

10 Jahre: Theresa Heidegger, Manuel Masenko, Markus Stimmer, Edgar Wilinski, Michael Zimmermann

5 Jahre: Anna Hupfer, Jessica Fischer, Bettina Gneißl, Hans Kollmannsperger, Julia Wanderer, Lucas Nagel, Maximilian Deutinger, Lena Zimmermann, Eva Helmig, Johanna Krippendorf, Dominik Herold, Michelle Novotny

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