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Eine große Kirchengemeinde fand sich ein, als das Wörther Gotteshaus St. Peter in einem Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (M.) jetzt wiedereröffnet wurde.

Wiedereröffnung der Wörther Kirche nach dem Brand

„Ein bedeutender Tag für die Pfarrgemeinde“

Nach zwei Jahren Sanierungsarbeiten können in der Wörther Kirche St. Peter wieder Gottesdienste gefeiert werden. Zur Wiedereröffnung des Gotteshauses, das an Ostern 2016 bei einem Brand schwer beschädigt worden war, kam am Mittwoch Weihbischof Bernhard Haßlberger.

Wörth– Die Wörther Pfarrkirche St. Peter erstrahlt in neuem Glanz. Zwei Jahre lang waren viele Menschen engagiert im Einsatz, um das brandgeschädigte Gotteshaus zu restaurieren, in dem am Ostersonntag 2016 ein zerstörerisches Feuer ausgebrochen war. Am Mittwochabend fand die feierliche Wiedereröffnung in einem Festgottesdienst mit Weihbischof Bernhard Haßlberger statt.

„Endlich können wir wieder gemeinsam in unserer Kirche Gottesdienst feiern“, freute sich Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gudrun Königsbauer in ihrer Begrüßungsrede. „Dies ist ein großer und bedeutender Tag für unsere Pfarrgemeinde und unsere Pfarrkirche St. Peter. Es ist noch nicht alles fertig, wie man sehen kann. Die Orgel ist erst zum Teil aufgestellt, das Altarbild am Hochaltar fehlt noch, ebenso der neue Volksaltar und Ambo“, sagte sie. „Der Chorraum ist auch noch nicht ganz fertig, und die Sakristei kann noch nicht genutzt werden. An vielen Stellen werden die Handwerker, Restauratoren und Künstler noch Hand anlegen müssen“, erklärte die Pfarrgemeinderatsvorsitzende weiter.

Doch es sei erstaunlich, was alles schon geschafft sei. „Die vom Brand stark verrußte Decke im Chorraum und im Langschiff sowie die Deckenfresken und Wände, die Malereien und Altäre erstrahlen wieder hell und freundlich. In einigen Wochen wird auch unsere neue Orgel die Kirche mit wunderbarer Musik erfüllen.“ Königsbauer dankte all denjenigen, die es ermöglicht hätten, die anstrengende Zwischenzeit ohne Pfarrkirche mit kirchlichem Leben zu erfüllen. Gottesdienste wurden in den Filialkirchen, im Pfarrheim und in der Schule abgehalten.

Kirchenpfleger Stephan Schletter nannte in seiner Ansprache Zahlen. Bisher seien bereits mehr als 2,2 Millionen Euro investiert worden. „Wer die Bilder nach dem Brand noch im Kopf hat – eigentlich war alles vom Ruß geschwärzt – kann vielleicht erahnen, wie viele Hände hier anpacken mussten, um den strahlenden Glanz dieser Kirche, die von 1737 bis 1739 erbaut wurde, wieder herzustellen.“ Nun gelte es, die Arbeiten in den nächsten Monaten zu Ende zu bringen. „Auch Glocken und Orgel müssen noch ein paar Monate schweigen.“

Ein großes Thema sei die liturgische Neugestaltung des Altarraums. Ein Künstler sei bereits beauftragt. Seine Entwürfe sollen veröffentlicht werden, „um in großer Runde eine Entscheidung zu finden“. Schletter dankte allen Spendern. „Die Kirche hat gebrannt – nun müssen wir wieder brennen für unsere Kirche, und ich meine damit nicht das Gebäude. Machen wir unsere Kirche wieder zu einem lebendigen Ort zur Ehre Gottes“, sagte Schletter mit Blick auf das Pfingstfest.

Der Sendungsauftrag, die Botschaft Gottes zu verkünden, nach ihr zu leben und in die Welt zu tragen, war auch das zentrale Thema in Haßlbergers Predigt. Am Festgottesdienst nahmen außerdem Pfarrer Guy-Angelo Kangosa, Pater Altus Jebada, der neue Pfarrverbandsleiter Pater Slawomir Trzmielewski, der Sekretär des Weihbischofs, Christian Schmidl, Gemeindereferentin Gudrun Weichselbaumer, Bürgermeister Thomas Gneißl mit seiner Stellvertreterin Ulla Dieckmann sowie eine große Kirchengemeinde teil, darunter Kinder und Jugendliche, die teils als und Ministranten tätig waren. Anschließend fand ein geselliger Sektempfang im Pfarrheim statt.

Vroni Vogel

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