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Für Klimaschutz und Energiewende als kommunalpolitisches Konzept setzen sich die Grünen der Gemeinde Wörth ein (v. l.): Beisitzer Johannes Sachteleben sowie die Sprecherinnen Monika Wenger und Petra Schletter. 

Partei stellt ihr Wahlprogramm vor

So wollen die Grünen aus Wörth eine energieautonome Kommune machen

Klimaschutz und Energiewende sollen in der Gemeindepolitik von Wörth einen zentralen Stellenwert bekommen und konsequent verwirklicht werden. Dafür setzt sich der im Juli gegründete Ortsverband der Grünen mit seinem Wahlprogramm ein.

Wörth – Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterten die Sprecherinnen Monika Wenger und Petra Schletter sowie Beisitzer Johannes Sachteleben ihre Ideen zum ökologischen Umbau.

Ziel sei, dass Wörth bis 2030 eine energieautonome Kommune wird. „Den ganzen Strom, den wir verbrauchen, wollen wir selber erzeugen“, sagte Sachteleben. Um dies zu erreichen, müsse es gezielte Förderungen und Anreize geben. Die ökologische Ausrichtung müsse in neuen Bebauungsplänen ihren Niederschlag finden. Der Fokus liege auf klimaneutralem Wirtschaften.

„Offensive in Richtung ÖPNV“

Außerdem sei „eine Offensive in Richtung ÖPNV“ erforderlich, sagte Wenger. Es gelte, den S-Bahn-Ausbau und den Busverkehr nach Erding mit Nachdruck zu forcieren. Eine regelmäßige tägliche Bustaktung bis 23 Uhr und ein Busangebot am Wochenende, das es bisher nicht gebe, seien erforderlich. Die Grünen wollen sich zudem für einen Pendelbus zur S-Bahn von Hörlkofen über Wörth und Wifling zu den Verkehrskernzeiten stark machen.

Mitfahrbänke und sichere Fahrradgarage

Ein weiterer Vorschlag sind Mitfahrbänke auf den Dorfplätzen in Hörlkofen und Wörth, um in einer spontanen Fahrgemeinschaft zur S-Bahn und zum Zug zu gelangen. „Das wäre schnell umzusetzen“, meinte Wenger. Der gezielte Ausbau der Fahrrad- und Fußgängerwege sei eine weitere Aufgabe, um Mobilität unter ökologischen Gesichtspunkten zu verbessern. Dazu gehöre auch eine sichere Fahrradgarage am Park&Ride-Platz mit Ladestation für E-Bikes.

Die Grünen sind für einen existenzsichernden Hochwasserschutz in der Fläche mit dezentralen Lösungen, die das naturnahe Naherholungsgebiet nicht beeinträchtigen. Wenger: „Der Erhalt des Landschaftsbildes Wörther Moos ist ganz wichtig.“

Keine Pestizide auf von der Gemeinde verpachteten Flächen

Auf von der Gemeinde verpachteten Flächen soll kein Einsatz von Pestiziden erfolgen. „Als Verpächter kann die Gemeinde Einfluss nehmen“, meinte Wenger. Weitere Schwerpunkte: Soziale, bezahlbare und ökologisch ausgewogene Baukonzepte sowie eine behutsame und maßvolle Entwicklung von Gewerbegebieten unter Einhaltung höchster ökologischer Standards und Klimaneutralität. Es gelte auch, verstärkt das Augenmerk darauf zu richten, dass Grünflächen in der Gemeinde ökologisch aufgewertet würden.

Zum Klösterl-Areal haben sich die Grünen ebenfalls Gedanken gemacht. Die Gastwirtschaft soll erhalten und mit erweiterten Angeboten, etwa einer Postannahme, versehen werden. Im ersten Stock sei eine Einrichtung für Senioren vorstellbar. Über den Gaststättenbetrieb könnte auch eine gesunde und klimafreundliche Essenslieferung in Bio-Qualität für Schule und Kindergarten organisiert werden. Regional und fair gehandelte Produkte in kommunalen Einrichtungen ist Schletter ein großes Anliegen: „Da möchte ich schwer dahinter sein.“

Grüne stellen keinen eigenen Bürgermeisterkandidaten

Die Aufstellungsversammlung der Grünen in Wörth für die Kommunalwahlen 2020 findet am Donnerstag, 7. November, um 19.30 Uhr im Sportheim Hörlkofen statt. Zum Bürgermeisteramt gibt es schon jetzt ein klares Statement. „Wir stellen niemanden auf“, sagte Grünen-Gemeinderätin Wenger.   

Vroni Vogel

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