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Kommunaler Wohnungsbau in Wörth: Alle Wohnungen sind schon weg

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Im Sommer soll der kommunale Geschosswohnungsbau in Wörth bezogen werden. Zum aktuellen Sachstand informierten Bürgermeister Thomas Gneißl (l.) und Verwaltungsleiter Oliver Guderle (r.).
Im Sommer soll der kommunale Geschosswohnungsbau in Wörth bezogen werden. Zum aktuellen Sachstand informierten Bürgermeister Thomas Gneißl (l.) und Verwaltungsleiter Oliver Guderle (r.). © Vroni Vogel

In Wörth laufen die Planungen für anstehende Projekte trotz Corona-Krise weiter. Bürgermeister Thomas Gneißl umreißt zentrale Zielsetzungen und Aufgaben, die den neuen Gemeinderat beschäftigen werden.

Wörth – Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: In der Gemeinde Wörth laufen die Planungen für anstehende Projekte trotz Corona-Krise weiter. Im Gespräch mit unserer Zeitung umriss Wörths Bürgermeister Thomas Gneißl zentrale Zielsetzungen und Aufgaben, die den neuen Gemeinderat beschäftigen werden.

Gneißl hofft, dass alle Vorhaben wie vorgesehen weiterverfolgt werden können. Nicht zuletzt hänge das von der Dauer der Corona-Krise ab – mit Blick auf neue Aufgaben und Einnahmeverluste. Eventuell müssten Pläne priorisiert werden.

Geschosswohnungsbau: Alle Wohnungen sind vergeben

Die Erweiterung des Feuerwehrhauses stehe an, weil hier ein „dringender Raumbedarf“ bestehe. „Das Signal von der Feuerwehr ist an uns gesendet worden.“ Gneißl verwies in diesem Zusammenhang auf die „hervorragende Nachwuchsarbeit“ mit fast 40 jungen Leuten in der Jugendfeuerwehr. Um die Erweiterung zu konkretisieren, seien Grundstücksverhandlungen zu klären.

Wie Gneißl weiter informierte, werde der kommunale Geschosswohnungsbau an der Breitöttinger Straße in Wörth nahe der Schule mit zehn barrierefreien Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts zu sozialverträglichen Mietpreisen im Sommer bezugsfertig. Alle Wohnungen seien bereits vergeben.

Klausurtagung zum Thema Lernlandschaften

Auch das Thema „Lernlandschaften“ in der Ortererschule werde man mit dem neuen Gemeinderat angehen, der am gestrigen Montagabend seine Arbeit aufgenommen hat. In Zusammenarbeit mit der Schulgemeinschaft und Fachfrau Karin Doberer werde man ein finanzierbares Konzept, basierend auf den Bestandsgebäuden, entwickeln. Dazu habe man sich bereits praktikable Anregungen von der Mittelschule am Lodererplatz in Erding geholt. In einer Klausurtagung will man sich mit der Thematik umfassend auseinandersetzen.

„Mit Hochdruck“ soll parallel dazu in einem gemeinsamen Arbeitsschritt die energetische Sanierung der Schule umgesetzt werden, da hier vieles ineinandergreife – eine nachhaltige Investition in die Zukunft. Man habe vom Schulamt die Rückmeldung bekommen, dass der Standort nicht gefährdet sei. Auch technisch werde die Wörther Schule mit der nötigen Hardware aufgerüstet. Mit einem vernetzten Heizungssystem sollen auf längere Sicht der Schulkomplex, das Gemeindehaus und die katholische Kindertagesstätte St. Peter gemeinsam versorgt werden.

Kita St. Peter: Ende 2023 soll das neue Gebäude stehen

Die kirchliche Einrichtung soll künftig in einem zweistöckigen Neubau mit Räumen für sechs Gruppen betrieben werden. Die Planungen laufen. Voraussichtlich Ende 2023 soll das neue Gebäude stehen. Es ist geplant, dass die Kinder während der Baumaßnahme in einer Containeranlage betreut werden.

Für das kommunale Kinderhaus Hörlkofen hat der Gemeinderat erst kürzlich die Weichen für die Zukunft gestellt (wir berichteten). In einem ersten Schritt soll für das Kindergartenjahr 2020/21 eine zusätzliche Kleinkindergartengruppe eingerichtet werden. Diese könne die Räumlichkeiten des Zwergerlgartens und des Horts im alten Rathaus nutzen, wenn diese nicht benötigt würden. Mittelfristig ab 2021 will man außerdem eine Außenkindergartengruppe auf der Gartenfläche des alten Lehrerwohnhauses aufbauen, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Kinderhauses liegt – eventuell in einem speziell ausgestatteten, mobilen Bauwagen. Dieser könne später für den Aufbau einer Waldkindergartengruppe verwendet werden.

Baugebietsausweisungen in Hofsingelding und Hörlkofen im Fokus

Die Gemeindebücherei sei gut frequentiert, verwies der Bürgermeister auf eine weitere Bildungseinrichtung. „Die Ausleihzahlen sind top“, freute sich Gneißl. Die Wasserwacht, die vor zwei Jahren 50-jähriges Bestehen feierte, bekommt eine neue Wachhütte. Hier befinde man sich bei der Ideensammlung.

Die Gaststätte Klösterl in Wörth soll zeitnah von einem Bausachverständigen begutachtet werden, um Erkenntnisse für die weitere Vorgehensweise zu gewinnen. Auch die Baugebietsausweisungen in Hofsingelding und Hörlkofen seien im Fokus.

Vroni Vogel

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