Auf Holzbänken sitzt das Publikum in Wörth bisher. An ihrer Stelle soll eine Tribüne entstehen.
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Auf Holzbänken sitzt das Publikum in Wörth bisher. An ihrer Stelle soll eine Tribüne entstehen.

Sportanlage bekommt Tribüne – Gemeinde bezuschusst Projekt mit 72 500 Euro

Wörther Zuschauer sitzen bald im Trockenen

Großzügige Förderung des Wörther Sportvereins: Einstimmig entschied der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, den Neubau einer Sporttribüne mit einem 50-prozentigen Zuschuss zu unterstützen

Wörth - Der Gemeinderat legte eine Deckelung auf 72 500 Euro fest. Die Gesamtmaßnahme soll etwa 145 000 Euro kosten.Der Vorsitzende des SV Wörth, Adi Hundhammer stellte das Projekt und die Finanzierung den Ratsmitgliedern vor. Die Gemeinde erklärte sich zudem bereit, für einen Kredit in Höhe von 40 000 Euro zu bürgen, den der Verein für den Tribünenneubau aufnehmen will. Mit der 50-Prozent-Lösung folgte das Gremium einem Vorschlag von Franz Mayr (ÜPWG), der diese Regelung ins Spiel gebracht hatte. Der SV Wörth will eine Eigenleistung in Höhe von 18 500 Euro einbringen und zudem ein Crowdfounding für das Projekt starten.

Mit der überdachten Sporttribüne sollen 80 Sitzplätze und auch ein Stehplatzbereich geschaffen werden. So können alle Zuschauer die Spiele selbst bei Wind und Wetter geschützt verfolgen. Auch werde „ein Treffpunkt für Jung und Alt“ geschaffen, sagte der SV-Vorsitzende, der auf die Aufwertung der Sportanlage verwies. Die Tribüne diene als Ersatz für den bestehenden Sitzplatzbereich, der bereits in die Jahre gekommen und erneuerungsbedürftig sei.

Man hoffe auch, mit dem Neubau eine „Aufbruchsstimmung“ jenseits von Corona auszulösen. Vizebürgermeisterin Ulla Dieckmann (SPD) hakte nach, wie es denn mit einer Sportförderung über den Bayerischen Landessportverband (BLSV) und den Landkreis aussehe. Hundhammer erwiderte: „Leider wird die Maßnahme vom BLSV und dem Landkreis nicht gefördert.“ Dieckmann war für den Zuschuss, wies aber hinsichtlich der Gleichbehandlung daraufhin, dass vom Hörlkofener Sportverein auch ein Anliegen kommen könne, was dann ebenfalls zu berücksichtigen sei.

CSU-Rätin Renate Speer lobte die Jugend- und Vereinsarbeit. ÜPWG-Rat Stephan Schimmer lobte, dass der Tribünenbau „überhaupt nicht übertrieben“ geplant sei und plädierte ebenfalls dafür. Bürgermeister Thomas Gneißl (ÜPWG) betonte, dass mit der Förderung dann die nächsten Jahre vieles „abgefrühstückt“ sei.

Über den „kleinen Dienstweg“ will der Gemeindechef überdies nochmals die Zuschussfrage beleuchten, ob es nicht doch auch noch von anderer Seite Möglichkeiten gebe. „Uns ist bewusst, dass es um eine erhebliche Summe geht“, sagte der Vereinsvorsitzende Hundhammer, der sich mit den zur Sitzung zahlreich erschienenen Vereinsmitgliedern für die Förderung persönlich bedankte.

In der Oktobersitzung hatte der Gemeinderat bereits für verschiedene Einzelvorhaben des SV Wörth Zuschussanträge mit einer 50-prozentigen Förderung und einer maximalen Gesamtunterstützung von 39 000 Euro bewilligt (wir berichteten). Größter Posten hierbei war die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED-Technik mit einem Zuschuss bis zu 25 000 Euro.

Vroni Vogel

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