Ein Golfplatz könnten in der Gemeinde St. Wolfgang gebaut werden. Foto: mm-Archiv

In St. Wolfgang ist ein Golfplatz im Gespräch

St. Wolfgang - Heiße Diskussionen gibt es um einen geplanten Golfplatz in der Gemeinde St. Wolfgang. Das Vorhaben erwähnte Bürgermeister Jakob Schwimmer in der Bürgerversammlung im Schex-Saal.

Wo die Anlage gebaut werden könnte, sagte er nicht. Es wird vermutet, dass der Golfplatz im Bereich des von Schwimmer als Vision ausgerufenen Naturbades östlich von Lappach entstehen könnte.

Im Gespräch mit der Heimatzeitung bestätigte Schex-Wirt Anton Silbernagl, dass es bereits konkrete Pläne für einen Golfplatz gebe. Der solle aber keinesfalls für eine elitäre Schicht gebaut werden, sondern für alle Bürger. Seiner Meinung nach wäre so eine Anlage für die Bedeutung der Gemeinde förderlich.

Bedenken meldete in der Bürgerversammlung Anton Obermeier an, der – wie andere Landwirte – das Projekt vor allem wegen des Acker- und Grünlandverbrauchs skeptisch beurteilt. Der Bürgermeister beruhigte: Wenn es einen Antrag gebe, werde der in einer dazu nötigen Flächennutzungsplanänderung beraten. Da können private Einwände vorgebracht werden. Die Verknappung landwirtschaftlicher Pachtgrundstücke sei in dem Verfahren kein Argument. Zunächst müsse sich die Standortfrage klären. Die Gemeinde sei an dem Vorhaben nicht beteiligt. Schwimmer bat aber um Verständnis für die freie Entscheidung von Verpächtern.

Auch Freilandfotovoltaikanlagen wurden in der öffentlichen Diskussion abgelehnt, da sie ebenfalls zu Lasten landwirtschaftlicher Flächen gingen und zur Verschärfung der Pachtpreise beitrügen. Der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Johann Schwimmer, erhob die Forderung, dass die Gemeinde auf landwirtschaftlichen Flächen keine Fotovoltaikanlagen genehmigen sollte. Der BBV werde sich demnächst für eine Absenkung der Einspeisevergütung für Fotovoltaikstrom einsetzen. „Ganz schön leer gefegt“ werde derzeit der Außenbereich, warnte der Kreisobmann. Als problematisch bezeichnete der Bürgermeister den Konflikt wischen landwirtschaftlicher und energetischer Nutzung von Ackerflächen. Das habe sich in einer Nachbargemeinde zu einem Pachtpreiskampf entwickelt, wo Summen bis 1600 Euro je Hektar gezahlt würden.

Zum Thema Sport wusste der Gemeindechef noch mehr zu berichten. Er äußerte seine Hoffnung, dass die Grundstücksverhandlungen für den dritten TSV-Sportplatz Anfang Dezember abgeschlossen würden. Der TSV könnte dann im Frühjahr mit dem Bau des Kunstrasenplatzes gegenüber dem Sportzentrum in Lappach beginnen. Die Gemeinde fördere den Breitensport mit 70.000 Euro jährlich. Dies sei das Defizit, das durch den Betrieb der Goldachhalle entstehe. Die Halle sei stets voll belegt mit Sport- und Kulturveranstaltungen. (prä)

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