Zehn Jahre Isener Bauernmarkt: Ein Frühlingsfest zum Jubiläum

Isen - Vor zehn Jahren hat in der Isener Raiffeisenstraße der erste Bauernmarkt sattgefunden. Mit einem besonderen Frühlingsfest wollen die Anbieter und Marktleute das runde Jubiläum gebührend feiern.

Dass der Bauernmarkt zur Erfolgsgeschichte wurde, hat sicherlich damit zu tun, dass viele Konsumenten nach den zahlreichen Lebensmittelskandalen und der wachsenden Skepsis gegenüber der Ernährungsindustrie auf regionale und saisonale Produkte setzten. Direkt beim Erzeuger kaufen zu können, zu wissen, dass das Fleisch von Tieren aus Bauernhöfen der direkten Umgebung stammt, die fangfrischen Forellen in Teichen bei der nahen Urtlmühle aufwachsen und ein Großteil des Gemüses biologisch in Hodersberg erzeugt wird, wird von den Kunden geschätzt.

Dass sich der Markt etablieren konnte, hängt aber auch mit dem lebendigen und freundlichen Klima zusammen, das in und um das ehemalige Milchverwertungshäuschen herrscht. Denn auf dem Bauernmarkt, der von März bis Oktober, jeweils freitags von 9.30 bis 14.30 Uhr stattfindet, trifft man sich gern auf einen Kaffee und hausgemachten Kuchen.

Damit der wechselnde Mittagstisch auch bei schlechtem Wetter auf dem Markt verzehrt werden kann, wurde 2008 das Stüberl angebaut.

„Vor allem Leute, die für sich allein nicht kochen wollen, kommen gern vorbei“, berichtet die 2. Vorsitzende Rosi Deuschl. Und Tina Brenner, die von Anfang an dabei und seit 2004 die Vorsitzende des Bauermarktvereins ist, weiß, dass es die Isener kaum erwarten können, bis der Markt im März wieder seine Pforten öffnet.

Geschätzt, so Brenner, würden auch die Thementage, die besonders im Herbst einzelnen Produkten oder Speisen gewidmet sind. Stolz ist man auch auf den stimmungsvollen Adventsmarkt und die dreimalige Teilnahme am Zentralen Landwirtschaftsfest in München.

Für das Frühlingsfest, das heuer gleichzeitig Jubiläumsfeier ist, haben sich die rund 20 Anbieter und elf Verkäuferinnen, von denen viele selbst Anbieter sind, etwas Besonders einfallen lassen. Ein zehn Meter langer Zopf wird am Sonntag, 10. März, Punkt 10 Uhr angeschnitten. Dass die ehrenvolle Aufgabe, das Backwerk anzuschneiden, Isens Bürgermeister Siegfried Fischer zufällt, hat damit zu tun, dass er vor einer Dekade den Anstoß für den Bauernmarkt gegeben hat. Vorbereitung und Organisation hatte Gemeinderätin Maria Grasser übernommen, die auch die erste Vorsitzende des Vereins war. Nach der Eröffnung geht das Fest kulinarisch mit Weißwurstfrühstück, Mittagstisch sowie Kaffee und Kuchen weiter. Den ganzen März über werden die Marktleute spezielle Angebote offerieren, um sich bei ihren Kunden für die zehnjährige Verbundenheit zu bedanken.

(ahu)

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