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Elefantenkuh Benji lebte bis zu einem tragischen Zwischenfall im Zirkus Luna. Nun ist sie in einem Tierpark.

Vor Verwaltungsgerichtshof in München

Zirkus Luna klagt gegen Auftritts-Verbot

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Erding – Der Rechtsstreit um das Auftritts-Verbot gegen den Zirkus Luna in Erding geht in die nächste Runde. Am Mittwoch wird vor dem Verwaltungsgerichtshof in München verhandelt.

Es geht – wieder einmal – um den von der Stadt Erding verhängten Bescheid, der es Zirkussen mit Großwildtieren verbietet, auf dem Volksfestplatz zu gastieren.

Jahrelang hatte die aus Baden-Württemberg stammende Zirkus-Familie zwei Braunbären und einen Elefanten gehalten. Von Tierschützern wurde die Unterbringung der Tiere als nicht artgerecht angeprangert. Diese Haltung führe zu unberechenbaren Aktionen, argumentierten die Tierschützer und dokumentierten die Folgen der in Ketten gelegten Tiere. Demnach sollen sich die Bären schon einmal selbstständig gemacht haben. Sie wurden später beim Schwimmen in einem Fluss gesichtet. Ein tragischer Zwischenfall ereignete sich 2015, als der Elefant ausriss und einen zufällig vorbeikommenden Spaziergänger zu Tode trampelte. Der Elefant wurde auf Druck der Behörden in einem Tierpark untergebracht.

Im aktuellen Rechtsstreit geht es aber nicht um tierschutzrechtliche Belange, sondern um die kommunalrechtliche Situation. Die Richter müssen sich mit dem Bestimmungs-Spielraum der Gemeinden befassen und der Frage, wie weit Kommunen gehen dürfen. Der Erdinger Stadtrat und der Oberbürgermeister hatten sich 2012 darauf verständigt, dass Zirkusse mit Bären, Elefanten oder Löwen nicht mehr auf besagtem Platz zugelassen werden. Dieses Recht hat eine Kommune, wenn sie eine entsprechende Örtlichkeit dieser Bestimmung widmet.

Vom Verwaltungsgericht München waren die Erdinger im August 2014 in erster Instanz bestätigt worden. Doch der Zirkusbetreiber ging in Berufung. Er will das Verbot aushebeln und mit seinem einzig verbliebenen Wildtier, einem Dromedar, wieder in Erding auftreten. Der VGH muss nun darüber entscheiden, ob das Erdinger Verbot rechtmäßig ist. „Eine spannende Frage, die viele Kommunen und Zirkus-Betreiber angeht“, sagt VGH-Pressesprecher Martin Scholtysik. Ähnliche Verbote gibt es bereits in München und Fürstenfeldbruck.

Ungeachtet der kommunalrechtlichen Ausrichtung des Prozesses wollen Tierschützer am Mittwoch vor dem Gerichtsgebäude demonstrieren. Sie hatten in der Vergangenheit auf die Missstände bei der Haltung der Zirkustiere aufmerksam gemacht und von katastrophalen Zuständen gesprochen.

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