Ägypter will nach Streit mit Gattin beide Töchter außer Landes bringen

Kindesentführung vereitelt

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Schon wieder hat die Bundespolizei am Münchner Flughafen eine Kindesentführung verhindert.

Die Beamten konnten bereits am Freitag rechtzeitig einen in der Schweiz lebenden Ägypter stoppen, der mit seinen beiden neun und zwölf Jahre alten Töchtern auf dem Weg nach Kanada war – ohne das Wissen und die Einwilligung der Mutter.

Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier berichtet, dass sich der 38 Jahre alte Mann aus Aaargau in der Schweiz mit seiner Frau gestritten hatte. Daraufhin nahm er die Kinder mit und fuhr mitten in der Nacht davon.

Die Ehefrau bemerkte das Fehlen der Mädchen und wandte sich an die Schweizer Behörden. Dort äußerte sie die Befürchtung, ihr Mann könne sich in seine nordafrikanische Heimat absetzen. Die Schweizer Polizei verständigte die umliegenden Flughäfen, auch den im Erdinger Moos.

Dort tauchten Vater und Kinder tatsächlich auf – mit Tickets für einen Flug nach Toronto. Die Bundespolizei nahm den Mann fest und die Kinder in Schutzgewahrsam. Die Kripo Erding übernahm den Fall. Aus der Schweiz traf noch am Freitag ein Auslieferungshaftantrag ein. Der Ägypter wurde einem Landshuter Richter vorgeführt und auf dessen Geheiß in die Justizvollzugsanstalt Landshut-Berggrub eingeliefert. Dort sitzt er jetzt bis zu seiner Auslieferung.

Gleichzeitig machte sich die eidgenössische Polizei mit der Mutter auf den Weg nach Deutschland. In Erding, wo sich das Jugendamt um die beiden Minderjährigen gekümmert hatte, konnte die Frau ihre Töchter wieder in die Arme schließen und sich mit ihnen auf den Heimweg machen.

Erst vor einem Monat hatte ein in Österreich lebender Tunesier versucht, seine beiden kleinen Kinder heimlich außer Landes zu bringen.

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