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Mit Hubliftern können Rollstuhlfahrer zum Flugzeug gebracht werden – auch auf Außenpositionen ohne breite Fluggastbrücken.

Europaweite Ausschreibung

Aicher behält Mobilitätsservice am Flughafen

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Die Bewegungsfreiheit Behinderter und beim Gehen eingeschränkter Passagiere am Flughafen ist gesichert. Das Münchner Unternehmen Aicher Ambulanz Union übernimmt den Mobilitätsservice für weitere fünf Jahre. Es gewann die europaweite Ausschreibung.

Flughafen - Für den privaten Ambulanz-Dienstleister Aicher läuft es derzeit rund. Nicht nur, dass Inhaber und Gründer Peter Aicher gerade erst den Zuschlag für den Sanitätsdienst auf dem Oktoberfest bekommen und damit eine über 100-jährige Tradition und Vormachtstellung des Bayerischen Roten Kreuzes durchbrochen hat. Kürzlich hat Aicher auch die europaweite Ausschreibung der Flughafen München GmbH für den Mobilitätsservice am Münchner Flughafen gewonnen.

Die Europäische Union sieht vor, dass Flughäfen nicht nur baulich barrierefrei sein müssen. Beeinträchtigte Personen haben ein Recht darauf, sich problemlos in einem Airport bewegen sowie zum und aus dem Flugzeug gelangen zu können – notfalls mit fremder Hilfe. Finanziert wird diese Leistung über einen Obolus, den jeder Reisende mit Kauf seines Flugtickets bezahlt.

Für den Mobility Service am Münchner Flughafen ist bereits seit 2008 die Aicher Group zuständig. Das bleibt sie auch mindestens die nächsten fünf Jahre. Der Vertrag enthält darüber hinaus die Option auf zwei weitere Jahre.

Die 250 Mitarbeiter der Aicher Group sind nach den Worten von Unternehmenssprecherin Ulrike Krivec mit fünf Behindertentransportwagen vom Typ Ford Transit, 20 Minibussen, fünf Hubliftern sowie 34 Clubcars mit Elektroantrieb rund um die Uhr im Einsatz. Über ein Dispositionssystem, welches über GPS-Ortung verfügt, disponieren die Leitstellendisponenten rund 1000 Aufträge pro Tag. Die Mitarbeiter in den Terminals sind jederzeit über Smartphones erreichbar.

Die Angebote für Mobilitätseingeschränkte sind laut Krivec maßgeschneidert. Manche brauchen nur eine Begleitung beim Gehen, andere müssen ins Flugzeug und wieder herausgetragen werden. Auch um blinde und gehörlose Passagiere kümmert sich Aicher im Auftrag der FMG.

Idealerweise melden sich Behinderte rechtzeitig an. Nicht selten wird die Hilfe aber auch sehr kurzfristig angefordert. Da vielen Fluggästen ihr Einschränkungsgrad nicht bekannt ist, gibt Aicher unter www.mobility-service.org/assistent den Fluggästen kostenfrei die Möglichkeit, über wenige Klicks ihren Grad der Einschränkung zu bestimmen. Diesen geben die Fluggäste am besten gleich bei der Buchung ihres Flugtickets mit an.

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