Eröffnung im Februar: Die Sport Alm mit Naturküche ersetzt die Erdinger Sports Bar.

Allresto-Gastronomiebetriebe 

150 neue Mitarbeiter und ein Millionen-Plus

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Flughafen – Allresto, die Gastronomietochter der Flughafen München GmbH hat eines ihrer erfolgreichsten Jahre hinter sich. Geschäftsführer Gerhard Halamoda hat 150 neue Kräfte eingestellt und ein Umsatzplus von 14 Millionen Euro erzielt. 2017 stehen die Zeichen weiter auf Wachstum.

Der im April 2016 eröffnete Satellit vor dem Terminal 2 hat das gastronomische Angebot der FMG-Tochter Allresto enorm erweitert. Neu eröffnet wurden der Viktualienmarkt, das Schuhbeck’s, Hans im Glück, Lenbachs Bar und Sissi & Franz. Im bestehenden Terminal 2 hat Allresto das Dallmayr’s sowie die italienische Spatio-Bar übernommen. „Dafür haben wir insgesamt 150 neue Kräfte eingestellt“, berichtet Allresto-Geschäftsführer Gerhard Halamoda im Gespräch mit unserer Zeitung. Er gibt zu, dass der Start im Satellit nicht ganz einfach war. „Es wurde ja nicht der gesamte Neubau auf einmal in Betrieb genommen. Erst im Juli wurde auf 100 Prozent hochgefahren.“ Mittlerweile liefen die neuen Lokale sehr gut.

Das verwundert nicht, denn von April bis Dezember 2016 wurden nach Angaben von FMG-Sprecher Robert Wilhelm sechs Millionen Passagiere allein im Satelliten abgefertigt. 47 000 Flugbewegungen seien in dieser Spanne gezählt worden.

Insgesamt sind nach Angaben Halamodas derzeit 800 Menschen bei Allresto beschäftigt. Und die sorgten für Umsatz – 14 Millionen Euro mehr als 2015. Das größte Geschäft macht er mit der Flughafenbrauerei Airbräu (7,5 Millionen Euro). Im McDonald’s im München Airport Center (MAC) wurden rund fünf Millionen Euro umgeschlagen. „Insgesamt beläuft sich der Umsatz unserer Restaurationsbetriebe auf 80 Millionen Euro“, so Halamoda. Hinzu kommen die Kantinen und das Hotel.

Apropos Hilton: Im März soll der Erweiterungsbau mit 164 Zimmern eröffnet werden. Die Nobelherberge wird dann über 550 Zimmer verfügen. Auch der Konferenzbereich wurde erneuert.

Fraglich ist noch, wie sehr das Hilton die Thronbesteigung des Kronprinzen von Thailand spüren wird. Für sich und seine Entourage waren zeitweise rund 100 Zimmer reserviert. Wenn Maha Vajiralongkorn (63) seine Regentschaft antritt, wird er dem Vernehmen nach nur noch selten in seiner zweiten Heimat Bayern zu sehen sein. Andererseits herrscht am Flughafen seit Jahren ein erheblicher Mangel an Hotelbetten.

Das Umsatzplus führt Halamoda nicht nur auf die um vier Prozent gestiegenen Passagierzahlen zurück. „Wir optimieren unsere Betriebe laufend, um für Reisende, aber auch das Umland immer attraktiver zu sein. Der McDonald’s und das Leysieffer hätten 24 Stunden geöffnet.

Von seinen Mitarbeitern erwartet Halamoda aber nicht nur deswegen viel. „Es erfordert schon sehr viel Flexibilität, wenn etwa wegen Schneechaos’ hunderte Passagiere so verspätet eintreffen, dass sie per Gutschein Anspruch auf Bewirtung haben – auch mitten in der Nacht.“

Für 2017 hat sich Allresto erneut viel vorgenommen, Halamoda möchte weitere 40 neue Arbeitsplätze schaffen. Mitte Februar eröffnet die Sport Alm am Terminal 2, die die Erdinger Sports Bar ersetzt. Hier ist eine so genannte Naturküche geplant. Das MAC erhält einen zweiten Biergarten, in dem Erdinger Weißbier ausgeschenkt wird.

Im Frühsommer geht im Terminal 2 zudem Käfer’s Outlet an den Start, eine Mischung aus Gastronomie und Ladengeschäft. Dort steht zudem der Umbau der Mitarbeiter-Kantine an. Und: Halamoda möchte auch bei der Erweiterung des Terminals 1 mitmischen. Eine „enorme Herausforderung“ erwartet er beim Catering für die 25-Jahr-Feier des Moos-Airports im Mai.

Hans Moritz

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