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Mit einer solchen Maschine wollte ein 21 Jahre alter Araber nach Abu Dhabi fliegen. Die Bombendrohung erwies sich als falscher Alarn

Anonyme Anruferin sorgt für Wirbel

Bombendrohung am Münchner Flughafen löst Großeinsatz aus

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Eine Bombendrohung hat am Montagabend am Flughafen München einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Rund 150 Beamte der Landes- und der Bundespolizei, darunter ein 30-köpfiges Sondereinsatzkommando (SEK) aus München, waren fünf Stunden lang im Einsatz.

Flughafen - Hans-Peter Kammerer vom Polizeipräsidium Ingolstadt berichtet, dass gegen 17 Uhr eine anonyme Anruferin der Telefonzentrale des Flughafens mitgeteilt habe, dass es einen Passagier mit einer Bombe gebe, der in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen wolle. „Wir haben die Drohung ernst genommen. Es war anfangs eine extrem hohe Gefahrenlage“, schildert Kammerer.

Gegen 20 Uhr erschien am Check-In der Fluggesellschaft Etihad ein Mann, auf den die exakte Beschreibung passte. Der nördliche Teil der Terminal-Ebene 3 wurde nach Angaben von Flughafensprecher Florian Steuer um 20.50 Uhr gesperrt. Der Mann wurde aufwändig kontrolliert und mit Hilfe eines Dolmetschers von Beamten des Kommissariats Staatsschutz der Kripo Erding verhört. Auch sein Gepäck, das sich noch in der Abfertigung befand, wurde durchsucht.

Bei dem vermeintlichen Attentäter handelt es sich nach Informationen unserer Zeitung um einen Emirater, der eine zeitlich begrenzte Aufenthaltsgenehmigung für die Bundesrepublik besitzt. Er darf sich im Land aufhalten, so lange sich seine Mutter hier in pflegerischer Behandlung befindet.

Gleichzeitig kontrollierten mehrere Dutzend Beamte der Bundespolizei die Etihad-Maschine, einen Airbus A 330. „Wir sind mit etlichen Kollegen und Spürhunden ins Flugzeug. Dort wurde jeder Winkel abgesucht“, berichtet deren Sprecher Christian Köglmeier. Wie im Terminal ergab sich auch hier keinerlei Hinweis auf einen Sprengsatz.

Der Mann wurde gegen Mitternacht aus dem Gewahrsam entlassen und einem Vertreter des Generalkonsulats des Wüstenstaats übergeben. Hinweise auf einen extremistischen Hintergrund gibt es bislang nicht.

Auch das gesamte Gepäck auf dem Weg zur beziehungsweise in der Maschine wurde auf einen Sprengsatz untersucht – ergebnislos.

Laut Steuer und Kammerer konnte der Absperrring um 22.10 Uhr deutlich verkleinert werden. Um 22.35 Uhr wurde der gesamte Bereich wieder freigegeben. Der Flughafensprecher versichert, dass sich der Großeinsatz kaum auf den Betrieb im Flughafen und auf dem Vorfeld ausgewirkt habe.

Die betroffene Maschine, die um 22.35 Uhr hätte planmäßig starten sollen, konnte erst gegen Mitternacht abheben. Die Polizei versucht nun, die anonyme Anruferin ausfindig zu machen.

Geleitet hatte den Einsatz Kerstin Schaller, die erst kürzlich zur neuen Chefin der Flughafenpolizei ernannt worden war.

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