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Brite will Flugzeug entern

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Vier Festnahmen hat die Bundespolizei am Flughafen vollzogen. In zwei Fällen musste die Sicherheit am Airport wieder hergestellt werden.

Flughafen – Gleich zwei offene Haftbefehle lagen gegen einen Polen vor, der auf dem Weg nach Dublin war. Albert Poerschke, Sprecher der Bundespolizei, berichtet, dass der 44-Jährige bei der Ausreisekontrolle aufgefallen sei. Gesucht wurde er wegen Betrugs und eines Verkehrsdelikts. Der Mann war in beiden Fällen zu Geldstrafen beziehungsweise Ersatzhaft verurteilt worden. Darum hatte sich der Osteuropäer aber nicht geschert. Nun musste er 2500 Euro zahlen oder für 44 Tage ins Gefängnis. Dort wäre der Delinquent fast gelandet, denn er konnte den Betrag nicht aufbringen. Dass er dennoch wieder auf freien Fuß kam, hat er seinem großzügigen Arbeitgeber zu verdanken.

Ihr „Blatt voll ausgereizt“, so Poerschke hatten zwei Russen, die sturzbetrunken aus Moskau ankamen. Sie waren so voll, dass sie von der Weiterreise nach Belgrad ausgeschlossen wurden. Das empörte die 27 und 32 Jahre alten Männer so sehr, dass sie ausrasteten. Das Servicepersonal rief die Bundespolizei um Hilfe. Auf die Beamten wartete ein anstrengender Einsatz, denn die Russen widersetzten sich körperlich massiv und stießen übelste Beleidigungen aus. Auf der Wache wurde bei einem der Männer ein Pegel von 1,8 Promille gemessen. Das Duo wurde bei der Staatsanwaltschaft angezeigt.

Ein Flugzeug entern wollte ein 55 Jahre alter Brite. Vermutlich war er nicht Herr seiner Sinne. Der Mann öffnete eine verschlossene Gatetür. Der Einsteigevorgang musste unterbrochen werden. Der Brite wollte sich von seinem Tun nicht abbringen lassen. Auf die Intervention der Polizei reagierte er laut Poerschke „nicht auf die feine englische Art“. Er und zwei Beamte erlitten bei dem Zugriff leichte Verletzungen.

Ein Arzt wies den Mann in die Psychiatrie ein, da Eigen- und Fremdgefährdung nicht ausgeschlossen werden konnten.

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